Wenn du jung bist, bist du noch voller Träume. Das Leben ist leicht. Du stehst um sechs Uhr auf- nicht, weil der Wecker klingelt, sondern weil es deinem Schlafrhythmus entspricht. Du schaust dir Cartoons im Fernsehen an, du gehst mit Freunden auf den Spielplatz. Du lebst in deiner eigenen Welt und fühlst dich geborgen, nichts kann dir etwas anhaben. Du hast das Gefühl, dass du alles werden kannst: Pilot (wenn nicht sogar Astronaut), Polizist, Fußballprofi oder Superheld.
Dann wirst du älter. Du erlebst deine ersten Enttäuschungen, hängst mit deinen Freunden im Stadtpark rum. Plötzlich erkennst du, dass du auch gar kein Polizist werden möchtest, weil die ja doch nur Ärger machen. Auch der Fußball war nur ein kurzer Traum. Seit dir der Kerl aus der vierten Klasse mal kräftig gegen das Schienbein getreten hat, hast du dich entschieden, dass ein anderer lieber diesen Job machen soll. Das mit dem Superheldsein hast du dir mittlerweile auch abgeschminkt. Du willst jetzt Rockstar werden, Skateboardprofi oder Schauspieler. Stattdessen bist du nur der Klassenclown. Du ziehst dein Ding durch und erntest ein paar Lacher. Du vergisst dabei aber, dass deine Witze anderen Leuten weh tun und gerade deine Lehrer das nun mal gar nicht lustig finden. Irgendwann kommt dann die Zeit in der du einsehen musst, dass auch deine Skateboardkarriere keine Früchte trägt, weil du viel mehr damit beschäftigt bist zu rauchen, Bier zu trinken und mit dem Deck unter deinem Arm cool auszusehen anstatt zu üben. Also wünscht du dir zum Geburtstag eine Gitarre. Du spielst in einer Band und willst gerne den großen Durchbruch schaffen. Dass ihr scheiße seid klammerst du dabei aus.
So vergehen ein paar Jahre und du denkst dir, dass du erstmal dein Abi machen musst, weil dir so natürlich sämtliche Türen offen stehen. Dann hast du dein Abi in der Tasche und fragst dich, was das Leben noch für dich bereithält, nachdem du jetzt allen bewiesen hast wie unfassbar klug du bist. Dir wird dann klar, dass die Band es nie zu etwas bringen wird und steigst aus. Mag sein, dass man als Solomusiker auch mehr Erfolg hat. Du fängst aber erstmal an zu studieren. Irgendwas das dir liegt- Geisteswissenschaften vielleicht. Du bist schließlich kein Ass in Mathe, von Computern hast du noch weniger Ahnung und wie das in der Chemie funktioniert hast du gerade Mal bis zur neunten Klasse gut verstanden.
Irgendwann, so in der Mitte deines Studiums, fängt es innerlich schon leicht an zu zwicken, weil du merkst, dass du auf der Stelle trittst. Irgendwie suchst du nebenher auch immer nach der großen Liebe, aber das einzige auf was du stößt sind Frauen die dich nicht verstehen, die du nicht verstehst, oder beides. Eine Weile lebst du einfach so vor dich hin, wie ein Biber auf eine Müllhalde. Die Chipstüten in deinem Bett sind dir vertrauter geworden als die Frau die neben dir schläft. Es gibt dann natürlich auch ein paar Hürden während des Studiums, die du irgendwie meisterst. Und dann, wenn es sich dem Ende zuneigt, wird dir klar, dass es zu spät ist all deine Träume zu verwirklichen. Du bist jetzt alt. Zu alt zumindest um noch Rockstar zu werden, zu alt um noch mit der Schauspielerei anzufangen, zu alt aus deiner festgefahrenen Routine auszubrechen. Jetzt noch dein Leben ändern? Keine Chance. Du musst dich mit dem Gedanken anfreunden, dass du dich für die Mittelmäßigkeit entschieden hast, ohne es zu merken. Du hast keine besonderen Talente, keine besonderen Qualifikationen- du hast nicht mal mehr besondere Träume. Jetzt willst du dir einen Flachbildfernseher kaufen und vielleicht mal eine Familie gründen. Dabei kann man kaum scheitern- und wenn doch bist nicht du, sondern dein Umfeld schuld (oder deine Spermien).
Und so lebst du eine Weile mit dem unguten Gefühl im Nacken, dass du gescheitert bist, dass du dein jüngeres Ich verraten hast. Du fühlst dich schuldig. Würdest gerne in der Zeit zurück reisen und mit dir selbst reden. Dir sagen: häng dich mehr rein oder gib deine Träume jetzt schon auf! Dann schaust du in den Spiegel und siehst da jemanden, der dir noch gar nicht reif für all das vorkommt. Ein fester Job? Eine Familie? Du bist doch immer noch du. Du bist noch immer 16 Jahre alt und wärst eigentlich noch immer gerne Rockstar, vielleicht auch Schriftsteller. Du betrachtest deine Träume jetzt mit den Augen zynischer Realität. Hast sie wegrationalisiert. Und du fragst dich natürlich ob es überhaupt einen Platz für dich gibt?
Aber manchmal, wenn du in Erinnerungen schwelgst, wenn du auf dich selber zurückblickst, wer du heute bist und wer du damals warst, dann merkst du, dass es noch immer in dir schlummert. Du hast dich nicht verändert, du bist nur vernünftiger geworden. Und wer will schon wirklich Rockstar sein? Immer unterwegs, Groupies und Drogen und mit Ende Zwanzig schon wie Fünfzig aussehen? Du erkennst vielleicht, dass du schon immer der kleine Spießer warst, der du bist. Dass du ihn nie wirklich verachtet sondern um seine Bodenständigkeit beneidet hast. Und dann hörst du einen Song, einen ganz bestimmten Song, der dich an das erinnert, was du mal warst. Und dann wird dir klar, dass es nicht deine Träume waren, die dich geleitet haben, sondern dass du dich selbst träumen musst. Und das du es bist, der in deinem Traum lebt. In deiner eigenen Welt. Als Person die du hier nicht sein kannst, bist du vielleicht mehr du selbst, als es möglich ist. Du musst vernünftig sein, du musst bodenständig sein. Aber irgendwo, in deinen Gedanken, deinen Träumen, bist du du selbst und du siehst dich, wenn du deine Augen schließt. Und wenn dieser Song läuft, der dich daran erinnert, wer du schon immer warst, kannst du dich darin tanzen sehen.
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Dass Menschen nicht ewig bleiben habe ich eigentlich schon gelernt, als ich ein kleiner Junge war. Mit drei Schulwechseln binnen weniger Jahre machst du dir irgendwann klar, dass auch die besten Freunde in gewisser Weise ersetzbar sind, dass du neue Leute finden kannst, die du genauso gern hast und dass immer ein Stück der Vergangenheit in dir verhaftet bleiben wird. Nichtsdestotrotz zieht eine Welle des Abschieds immer eine gewisse Melancholie nach sich. Der September war ein Monat voller Abschiede. Genau genommen fing es mit meinem Umzug an. Als ich vor einem Jahr in die Wohnung zog, mochte ich sie nicht besonders. Sie war mir zu klein, zu weit ab vom Stadtkern. Doch innerhalb des letzten Jahres habe ich mich sehr an sie gewöhnt, habe sie schätzen und lieben gelernt. Hatte alles was ich brauchte in der Nähe und kann mit einem guten Gefühl auf das zurückblicken, was sich in der Zeit alles ereignet hat.
Wie es aber so oft ist, fällt einem das erst auf, wenn man schon im Begriff ist, es hinter sich zu lassen. Die Kündigung war bereits abgeschickt, der Auszugstermin in unausweichliche Nähe gerückt, als mir klar wurde, dass ich mich doch an sie gebunden fühlte. Aber es hilft ja alles nichts. Jetzt habe ich wieder mehr Platz, bin näher an der Stadt. Doch als ich zum letzten Mal die alte Wohnung betrat und meinem Vermieter die Schlüssel in die Hand drückte zählten alle diese Argumente nicht mehr. Dann stehst du erstmal da und schaust dich um, erinnerst dich an die vergangne Zeit, so als würdest du dir alte Super- 8- Filme anschauen. Mag ja sein, dass ein Ende auch immer ein Neubeginn ist, und das man das, was man hat dadurch mehr zu schätzen weiß, wenn man sich vor Augen hält, was wäre wenn es auf einmal weg wäre. Vielleicht rührt daher diese Süße, die ich empfinde, wenn ich in Erinnerungen schwelge und dabei stets denke, dass früher alles besser war.
Als nächstes ging dann Tom- nach Zürich. Koffer gepackt, Wohnung gestrichen und ab! So ist es halt und es war klar. Dennoch denkt man unweigerlich daran zurück wie viele Stunden man daran vergeudet hat King of Queens zu gucken, MarioKart und Fifa zu zocken, sinnlos abzuhängen- und nach ein paar Wochen wird man sich darüber klar, dass man diese Dinge von jetzt an wieder alleine tut.
Dann gingen die Bacheloretten und es war klar, dass jetzt nichts mehr so sein würde wie im letzten Jahr. Vorbei die Zeit der ständigen Parties und Treffen. Der Freundeskreis- also der Kreis der Leute, mit denen man gerne seine Zeit verbringt- ist somit auf einen sehr überschaubaren Teil geschrumpft. Vorbei die Zeit in der man sich sagt: Ok, X hat keine Zeit, also rufe ich Y an. Jetzt ist wieder Diplomatie gefragt. Oder Abhängen- aber dabei kommt Abschied Nummer Zwei ins Spiel. Alleine Gammeln ist auch immer nur für eine Woche spaßig. Und zum Abschluss des Monats verließ dann auch Roman die Stadt. Wenn auch nur für begrenzte Zeit. Sicher, das Internet hält uns alle noch beisammen, dennoch hat sich diese Stadt dadurch verändert. Das Gefühl ist ein anderes.
Vielleicht muss man sich auch nur umorientieren, sich arrangieren und sich daran erinnern was man hat. Diese Abschiede haben mir mal wieder vor Augen geführt, wie rasend schnell die Zeit vergeht. Wenn ich daran denke, dass ich nächste Woche Geburtstag habe und schon wieder ein Jahr vorbei ist, das mir vorkam wie ein Wimpernschlag, dass ich nächstes Jahr so gut wie fertig mit meinem Studium bin, dass dies jetzt noch irrsinnig weit weg erscheint, mir aber in 12 Monaten vermutlich wieder wie ein kurzer Augenblick vorkommen werden. Es wird glaube ich Zeit für mich, dass der Herbst kommt. Ich will die letzten warmen Sonnenstrahlen auf der Haut spüren, aber dabei die klirrend kalte Luft einatmen. Ich will mich in die warme Wohnung flüchten, vielleicht sogar mit einem Tee in der Hand. Ich will die Melancholie leben. Wenn es dunkler wird fühle ich mich immer geborgener. Der Herbst und der Winter sind für mich wie eine warme Brust, an die ich meinen Kopf betten kann um mich auszuruhen, zu mir selbst zu finden, nachzudenken. Der Sommer macht meinen Kopf jedes Jahr so matschig, dass alle Gefühle schwammig sind und ich sie nicht zuordnen kann. Es wird Zeit, dass der Herbst kommt…
Wir sind wieder da.
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Endlich habe ich mal wieder so was wie Ferien. Zugegeben, innerhalb des Semesters geht es bei mir immer recht gemütlich zu, dennoch ist immer irgendwas zu erledigen. Und auch die letzten beiden Semesterferien kann man eigentlich nicht als Spaß bezeichnen. Letztes Jahr war da der Umzug, eine Hausarbeit und dann das Tutorium, in diesem Jahr war es dann die Lateinprüfung. So komme ich auf knapp eine Woche, die ich in den letzten eineinhalb Jahren mal wirklich entspannt rumhängen konnte. Wie es das Schicksal nun aber wollte, komme ich in diesem Jahr endlich mal wieder dazu so richtig gediegen zu gammeln. Zwar muss ich innerhalb des nächsten Monats noch eine Seminararbeit schreiben, was mir aber, im Vergleich zu den letzten Semesterferien, doch eher leicht fällt. Danach gebe ich zwar erneut das Tutorium des letzten Jahres, aber dieser eine Monat reicht mir schon. Und wie das in den Semesterferien so ist, ist auch schon in der ersten Woche mein Schlafrhythmus komplett vor die Säue gegangen. Ich bleibe bis vier Uhr wach- und das ohne einen Grund dafür zu haben, schlafe bis Mittags. Aber das Allerbeste daran ist: es ist total egal! Endlich mal wieder über längere Zeit ohne Wecker aufstehen, ohne beim Einschlafen daran denken zu müssen, was noch getan werden kann. Eigentlich wollte ich ja umziehen, aber wenn alles so läuft, wie ich hoffe, werde ich mir das einfach mal sparen. Ich habe mich in dieser Woche dabei ertappt, dass ich im Hofgarten sitze und wieder die Leute beobachte. Das mache ich zwar auch im Semester, doch in der vorlesungsfreien Zeit, so ist mir aufgefallen, verhalten sich die Menschen dort anders. Vielleicht, weil es leerer dort ist, vielleicht weil sie alle entspannter sind, aber irgendwie wirken sie alle freier, ungezwungener. Ob da jetzt irgendwelche Amis komplett blank ziehen, wie neulich, ob Frauen sich dazu entscheiden einfach mal ihre Hosen zu wechseln. Bisher ist der Hofgarten in diesem Jahr auch größtenteils von den Jongleuren und Diavolo- Spielern verschont geblieben. Neulich habe ich Jungs dabei beobachtet, wie sie Fußball spielten. Das ist erstmal wirklich nichts Ungewöhnliches. Bis mir eine Sache auffiel. Sie alle liefen, schrieen, schwitzen. Nur einer nicht. Natürlich stand der Dicke im Tor. Ich musste darüber schmunzeln und saß da schon eine ganze Weile, bis ich bemerkte, dass ich mal wieder das ganze Gras vor mir ausgerupft hatte und vor einer kahlen Stelle saß. Ich weiß, dass ist alles nichts Besonderes, aber es ist schön. Es ist schön einfach mal nichts tun zu müssen und sich auf solche Dinge konzentrieren zu können. Meinetwegen kann sich die Seminararbeit jetzt so gut wie von selbst schreiben, damit es für einen Monat noch so weitergehen kann. Und dann entspannt ins Tutorium.
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Neues aus der Reihe „Anekdoten von früher“:
2002 haben sich zwei Dinge geändert: Die D- Mark wurde durch den Euro ersetzt und ich war in Berlin- zum letzten Mal.
Aber Anekdoten sind immer besser, wenn man ein wenig abschweift. Und wie schon bei der London- Story muss auch die Geschichte einer anderen Hauptstadt weitgreifender erzählt werden.
Den 30.12. 2001 verbrachten Dennis, Bredow und ich bei Dennis, hatten immer noch keine Ahnung wie wir Sylvester verbringen sollen, hatten keine Lust auf die Dorfdisco in der Bowlinghalle, die Silvesterparty in der Bremer Stadthalle war auch schon immer scheiße und so nippten wir dementsprechend deprimiert an unseren Bieren. Wie im Jahr davor schien Silvester wieder ein Flop zu werden. Dann, zwischen dem vierten oder achten Bier kam Dennis die Idee: „Wollen wir nach Berlin fahren?“ Die Frage, nicht ganz ernst gemeint, waberte einige Augenblicke durch den Wintergarten. Vermutlich wäre alles anders gewesen, wäre nicht Dennis Mutter herein gekommen und hätte uns auf die Existenz der Mitfahrzentrale hingewiesen. Wir setzen uns an den PC und fanden auch noch eine Gelegenheit. Hinfahrt am 31. vormittags und am 1. zurück, drei freie Plätze- alles perfekt. Es war schon halb 12 trotzdem riskierten wir den Anruf. Natürlich hatte die Fahrerin schon geschlafen, doch es war egal und alles was folgte ist Legende.
So kam es, dass wir am Silvestermorgen doch noch der Bowlinghalle einen Besuch abstatteten, jedoch nur um uns auf dem Parkplatz einsammeln zu lassen. Ich weiß noch, dass wir geplant hatten die Nacht einfach durchzumachen, uns nicht zum Schlafen zu suchen, dass ich deswegen noch eine Leggins meiner Mutter unter meiner Baggyjeans trug, da ich selbst kein halbwegs geeignetes Kleidungsstück für Minustemperaturen besaß. Ich weiß, dass wir alle nichts dabei hatten außer Alkohol, dass wir nicht weiter geplant hatten, als dass wir jetzt nach Berlin fahren und vermutlich zum Brandenburger Tor gehen- weil bei der dortigen Party Janette Biedermann auftrat und Dennis und ich die schon ein bisschen lecker fanden.
Leider kann sich keiner von uns heute noch an den Namen der Fahrerin erinnern. 26, Blond, mit Pferdegebiss sollte mich während meines Abiturs meine Physiklehrerin an sie erinnern, und ich bin mir bis heute nicht hundertprozentig sicher, dass sie es nicht wahr. Wollen wir sie an dieser Stelle einfach mal Susanne nennen. Außer uns fuhr noch ein anderer Kerl im Auto mit, der seine Freundin in Berlin besuchen wollte.
An die Zeit auf der Autobahn kann ich mich nicht mehr erinnern, woraus ich schließe, dass es ohne Probleme ablief. Irgendwann verabschiedeten wir den Kerl an einer Straßenecke und waren mit Susanne alleine. Das Gespräch kam auf, wo sie uns raussetzen solle und zuerst blicke sich dabei in ratlose Gesichter. Aus dem üblichen: „Eigentlich wollten wir zum Brandenburger Tor…“ und dem obligatorischen: „Echt? Da wollte ich auch hin!“ Ergab sich dann die Frage, wo wir denn schlafen wollen. Wieder nur ratlose Gesichter, woraufhin die schlaue Susanne uns dann erklärte sie wolle in einem Formel-1-Hotel übernachten. Natürlich haben wir uns da nicht lumpen lassen und haben es mit ihr gemeinsam gesucht.
Bis heute frage ich mich, was eine Singlefrau dazu veranlasst, an Silvester alleine nach Berlin zu fahren, ohne dort jemanden zu kennen, in einem Formel-1-Hotel zu übernachten und drei 17jährigen anzubieten doch zusammen zu feiern. Wenn ich heute darüber nachdenke- möchte ich das auch gar nicht so genau wissen.
Die Fahrt durch Berlin wurde zur Odyssee. Nicht nur, dass sie rote Ampeln ignorierte, weil sie zu sehr ins Gespräch vertieft war (sie wurde sehr redselig, die gute Susi). Ich weiß noch, dass sie immer von einem Kumpel erzählt hat, der ihr doch bei Gelegenheit mal einen Bentley kaufen könne (sie selber fuhr einen uralten Toyota, oder sowas in der Richtung) und dass sie unbedingt mal einen Sachsenpaule- Porno sehen will. Sie war uns eigentlich recht sympathisch, auch wenn die ganze Situation etwas Befremdliches hatte.
Ich erinnere mich noch, dass es langsam zu dämmern begann und wir immer noch keine Ahnung hatten, wie wir zu diesem verdammten Hotel kommen sollen. Die Tankanzeige leuchtete auf als wir, wie aus dem Nichts, in eine Gegend gelangten, die ich kannte. Ich war vor zwei Jahren mal da gewesen, als ich zusammen mit Anna deren Tante für eine Woche besucht hatte. Ich kannte die Gegend gut, bin dort jeden Tag zur U-Bahn gelaufen, auch wenn ich heute nicht einmal mehr weiß in welchem Stadtteil es war- trotzdem erinnerte ich mich an die Tankstelle. Ich lotste uns hin und wir fragten nach dem Weg. So wirklich konnte uns niemand helfen, bis wir auf die Idee kamen einen Taxifahrer zu fragen.
Das Hotel lag außerhalb von Berlin und es muss schon gegen 19 Uhr gewesen sein, als wir endlich auf den Parkplatz rollten und eincheckten. Plötzlich fiel uns dann aber eines der größten Probleme dieser Fahrt auf. Es gab jeweils Doppelzimmer und wir waren zu viert. Während Susanne damit beschäftigt war, ihr Gepäck aus dem Wagen zu kramen losten wir aus, wer sich mit ihr das Zimmer teilen muss. Natürlich zog ich den Kürzeren. Unter anderen Umständen hätte es der Beginn einer großartigen Romanze sein können- oder zumindest eine Szene aus einem Porno- aber in diesem Augenblick habe ich Dennis und Bredow einfach nur verflucht. Meine Laune besserte sich ein wenig, als ich Susanne fragte, was sie denn für das Zimmer von mir bekäme. Sie sagte, sie hätte es ja sonst auch alleine bezahlt und ich müsse ihr keinen Anteil zahlen. In diesem Moment fürchtete ich schon, sie könne dafür Gegenleistungen erwarten.
Wer schon mal in einem Formel-1-Hotel war kann den folgenden Absatz überspringen. Allen anderen möchte ich ein kurzes Bild davon vermitteln. Diese Hotels sind so ziemlich der Inbegriff dessen, was ich mir unter einer schäbigen Absteige vorstelle. Lange, kahle Korridore, erleuchtet von grellem Neonlicht, ein Zimmer neben dem anderen, auf den Gängen Toiletten und Duschen, jeweils als einzelne Kammern in der Größe von Dixie- Klos. Auf dem Flur irrte ein alter Typ in Bademantel herum, der sich das Zimmer mit einer jungen Frau teilte- und jeder kann sich wohl denken welche Assoziation wir dabei hatten.
Wir entschieden uns alle vorzutrinken, bevor wir wieder in die Stadt fahren wollten. Was ich aus heutiger Sicht auch bedenklich finde, da Susanne ja noch fahren musste und es an dem Tag obendrein angefangen hatte zu schneien.
Wir hatten Zimmer bekommen, die direkt nebeneinander langen und während sich Susanne fertig machte, stattete ich Dennis und Bredow in ihrem Zimmer einen Besuch ab.
Uns fiel erst auf, dass die Wände sehr dünn waren, als wir von nebenan jemanden husten hörten, leider war das schon NACHDEM Bredow zu mir sagte: „Alter, die fickst du heute noch!“, woraufhin ich antwortete: „Nee, lass mal, das ist ja abartig.“ Keiner von uns weiß, ob sie es gehört hat, oder nicht, jedenfalls hat sie sich nichts anmerken lassen, als sie fünf Minuten später in das Zimmer kam, eine Flasche Corona und eine Flasche Sekt in der Hand.
Wir erfuhren, dass am Brandenburger Tor keiner Böller erlaubt waren, was ungünstig war, da Bredow noch einen ganzen Karton voll dabei hatte. So gingen wir gegen 10 nach draußen auf den Parkplatz, Dennis und Susanne beobachteten uns vom Zimmerfenster aus. Ich glaube es war der Moment, als wir uns gegenseitig mit irgendwelchen Feuerwerkskörpern jagten, ich vor bunten Feuerbällen davon lief und im Schnee ausrutschte, als ich bemerkte, dass ich allmählich zu alt für diese Scheiße bin.
Kurz darauf fuhren wir los. Susanne hatte eine CD dabei, auf der Enrique Iglesias „Hero“ lief. Schon auf der Hinfahrt hatten wir den Song dauernd gehört. Nicht, dass wir ihn mochten, aber er war halt hip zu der Zeit und irgendwann hatten Dennis und ich angefangen den Refrain mitzusingen. So auch, als wir im Dunkeln über die leere Autobahn Richtung Berlin Mitte fuhren. Irgendwann stieg auch Bredow in die Singerei mit ein. Eigentlich kannte er nur eine einzige Zeile. Aber aufgrund der Tatsache, dass er kein „Th“ aussprechen konnte, ermutigten wir ihn in einer Tour, sein „You caaaaaan taaaaake my breeeeaz away“ voller Inbrunst zu schmettern. Das war noch einer der Momente, der diese, ich will es mal Reise nennen, so verdammt seltsam machte. Wie schon erwähnt, die Autobahn war leer. Und damit meine ich wirklich leer- verdammt leer. Auf der gesamten Fahrt ist uns kein einziger Wagen begegnet. An einigen Ausfahrten standen Schilder, die verkündeten, die Autobahn wäre gesperrt. Vielleicht hing es damit zusammen, aber Susanne versicherte uns, dass die Sperre längst aufgehoben sei. Meine Kontaktlinsen waren schon schlierig, daher habe ich es selber nicht lesen können und ihr einfach mal geglaubt- doch seltsam war es schon.
Wir kamen allerdings ohne Zwischenfälle bei der Sat1- Party an. An einem Stand kauften wir uns Weihnachtsmannmützen mit rot leuchtenden 2002- Lämpchen drauf und gingen Richtung Bühne. Leider standen wir blöd, oder ich war einfach zu klein (oder die Leute vor mir einfach zu groß) um die Biedermann in ihren Hotpants begutachten zu können. Ich weiß noch, dass Dennis mich hochhob und dass das zwar auch total bescheuert, aber irgendwie auch lustig war, wir uns jedoch gedacht haben, dass wir sowieso schon fertig genug aussahen und nicht noch zusätzlich auffallen sollten. Also sind wir weiter nach vorne in die Menge gegangen.
Dort war es warm, dass man fast vergessen konnte, dass man bei Minusgraden im Freien stand- dann jedoch fing es an zu schneien. Noch heute würde ich sagen, dass das einer der schöneren Momente des Abends war. Und als dann Jasmin „Blümchen“ Wagner, die den Abend moderierte, anfing Schneeflöckchen zu singen wurde uns klar, wie viel man in einem Tonstudio aus einer Stimme machen kann.
Vom weiteren Verlauf weiß ich nicht mehr viel. Irgendwann war es dann 12 und 2002. Ich weiß, dass einer der Leute von Rednex, die es damals auch noch gab, fast von einer Rakete getroffen worden wäre, die einmal quer über die Bühne flog, ich weiß, dass Susanne auf dem Rückweg zum Auto noch mit irgendeinem Typen rumgemacht hat, der sich auch gefragt haben muss, warum sie mit drei so seltsamen Typen unterwegs war. Ich weiß, dass der Boden verdammt matschig, und meine Hose deswegen fast bis in die Kniekehlen total verdreckt, war. Ich weiß auch, dass ich die ganze Rückfahrt zum Hotel über Angst davor hatte, wie dieser Abend weiter gehen würde. Ich hätte es wohl durchgezogen, einfach nur, weil es eine coole Aktion gewesen wäre, die einfach noch mal unterstrichen hätten, wie abgefuckt diese ganze Situation war- trotzdem wollte ich nichts herausfordern. Als wir in unsere Zimmer gingen zwinkerte mir Dennis noch blöd zu, vielleicht war es auch Bredow, vermutlich beide, aber ich fand das Ganze gar nicht lustig. Es war auch nicht wirklich erotisch, was ich trug- vielleicht hat mir das den Arsch gerettet. Da ich ja wirklich gar nichts dabei hatte schlief ich einfach in Leggins und T-Shirt, hängte die Hose zum Trocknen über das Bett. Ich weiß, dass Susanne und ich noch ein bisschen Fernsehen geguckt haben, ich weiß, dass irgendwo so ein mieser Sexfilm lief und mich das noch nervöser machte. Aber irgendwann bin ich dann eingeschlafen und die Sache war gelaufen.
Das schlimmste jedoch war das Aufwachen am nächsten Morgen. Selten war ich so verklatscht und habe mich so schmutzig gefühlt. Ich lag halbwach im Bett und konnte hören, dass Susanne schon wach war. Wir hatten ein Waschbecken im Zimmer und ich wusste, dass sie sich da gerade fertig machte. Ich habe mich nicht getraut meine Augen zu öffnen, aber ich glaubte, nein: ich WEISS einfach, dass sie da gerade nackt war- und das wollte ich mir nicht antun. Also tat ich so, als würde ich noch schlafen. Als sie irgendwann das Zimmer verließ stand auch ich auf. Ein Blick in den Spiegel sagte mir, dass ich an diesem Tag die Sache mit dem guten Aussehen komplett vergessen konnte. Kein Deo, kein Haargel, kein Duschbad. Also schnell wieder sämtliche Klamotten angezogen und die Mütze von letzter Nacht aufgesetzt. Bredow und Dennis sahen ähnlich aus, als ich sie in ihrem Zimmer besuchte. Ich glaube auch damals habe ich für fünf Minuten daran gedacht mit dem Rauchen aufzuhören, aber als ich die Schachtel auf dem Boden liegen sah, hatte sich das auch erledigt.
Unsere Klamotten standen vor Dreck, ich hatte seit knapp 24 Stunden nichts mehr gegessen. Schon auf der Hinfahrt hatte ich tierischen Hunger gehabt und wollte mir vor der Silvesterparty noch schnell was holen, nach dem ganzen Bier, das ich getrunken hatte, habe ich den Hunger dann jedoch gar nicht mehr gespürt. Jetzt, etliche Stunden später, war ich schon zittrig und brauchte unbedingt einen Burger.
Glücklicherweise ging es den anderen ähnlich und so kam es, dass wir dann irgendwann am frühen Nachmittag bei McDonalds am Alex saßen. Vollkommen verdreckt, mit unseren Nikolausmützen auf denen 2002 blinkte und erschöpft auf unseren Burgern kauten. Wir warteten noch auf den Anruf eines Mädchens, das sich am Tag zuvor bei Susanne gemeldet hatte und eigentlich mit zurück fahren wollte. Susanne versuchte noch ein paar Mal sie zu erreichen, doch das Handy war aus und so entschlossen wir uns einfach ohne sie zu fahren. Gerade als wir gehen wollten sprach uns eine Dame an. Irgendwer von einer Berlin Lokalzeitung, und fragte, ob einer von uns heute schon mit Euro bezahlt hätte. Dennis, der tatsächlich ein Starterkit zu Weihnachten bekommen hatte, bejahte. Es kam zum üblichen Geplänkel wo wir denn herkämen, was wir in Berlin gemacht hätten und so weiter. Am Ende die Frage, ob sie ein Foto von uns machen dürfte. Dennis und ich waren zu der Zeit häufig mit der Band in der Zeitung gewesen und von daher sowieso nicht mehr so Mediengeil, wie eigentlich. Wir blickten einander an und es war wohl, als würden wir in den Spiegel schauen. Es schien die Frau von der Zeitung zu wundern, als wir alle nur den Kopf schüttelten, aber sie ging dann auch ohne ein weiteres Wort.
Bevor wir Berlin verließen wollte Susanne noch ihren Wagen in die Waschanlage bringen und Tanken. Rauchend saßen Dennis und ich auf der Rückbank des Wagens, während Susanne bezahlen gegangen war. Es fiel mir zuerst gar nicht auf, was ich da eigentlich tat als wir warteten, auch nicht Dennis, der mir einfach nur lethargisch dabei zusah, wie ich seelenruhig ungefähr 20 Brandlöcher in den Sitz vor mir drückte. Erst nach einiger Zeit fragte er mich: „Was machst du da eigentlich?“ Da war es nur schon zu spät. Meine Zigarette hatte auf dem Sitz wunderschöne Muster hinterlassen. Kurze Zeit hatten wir Panik Susanne könnte uns deswegen rausschmeißen und in Berlin stehen lassen, aber sie merkte es gar nicht, setzte uns Stunden später wieder an der Bowlinghalle hab, wo wir die Überreste der vergangenen Nacht begutachten konnten. Als ihr Wagen um die Ecke verschwand lachten wir. Wir wussten, dass wir drei ein seltsames Team abgaben, dass es aber nur so so perfekt laufen konnte wie es eben gelaufen war. Wir entschlossen uns, dass nächste Silvester wieder genau so zu verbringen, nur woanders. Dennis und ich waren dann auch in London, nur ohne Bredow. Trotzdem war dieses Silvester in Berlin, eine der Geschichten, die wir wohl nie vergessen werden, die man wohl nur richtig verstehen kann, wenn man auch dabei war, die wir aber trotzdem immer wieder gerne erzählen, weswegen ich sie jetzt endlich auch mal aufgeschrieben habe. In den Einzelheiten, die mir noch in Erinnerung geblieben sind, ich habe versucht eine Chronologie hineinzubringen, die verschwindet, wenn man sie auf einer Party erzählt. Aber gerade die Sache mit dem Rücksitz: ich sage euch, ich werde nie vergessen, wie Dennis geschaut hat, während ich die Löcher in den Sitz brannte, die halboffenen Augen, die vorgeschobene Unterlippe. Das sind die fantastischen Momente, die einem bleiben und über die man auch 10 Jahre später noch lachen kann.
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Nach einer anstrengenden Woche neigt sich mal wieder ein Semester seinem Ende zu. Wenn alles nach Planung verläuft, war es das Vorletzte für mich. Ähnlich wie vor dem Abi damals spüre ich schon jetzt, dass der Abschied von der Uni von Melancholie geprägt sein wird. – Doch darum soll es vorerst überhaupt nicht gehen. Letzte Woche Freitag ging es los. Gerade als sich ein kleiner Gewittersturm über dem schwül-heißen Bonn ergoss saß ich im Seminarraum der Linguistik und hielt stammelnd ein Referat, dass ich lustlos und gelangweilt noch am Tag zuvor hingerotzt habe. Anschließend die Erleichterung mal wieder einen Punkt auf der Liste abhaken zu können.
Am Samstag hatte ich dann um 11 Uhr im Maritim zu sein. Schon wieder mal nicht ausgeschlafen. Es galt an die Vorbereitungen für die Euro Conference 2009 zu gehen, die die Uni Siegen hier ausgerichtet hat und bei der ich eine Stelle als studentische Hilfskraft ergattern konnte. Vorbereitung hieß in diesem Fall sich durch die Räumlichkeiten führen zu lassen und anschließend Taschen für die Seminarteilnehmer zu packen. Da kann man jetzt meinen, dass das keine sehr anspruchsvolle Aufgabe ist, doch für 10 Euro die Stunde mache ich (zumindest noch so lange ich Student bin) so ziemlich jeden scheiß. Um 14 Uhr war das dann auch erledigt. Also den Katzensprung rüber in die Rheinaue gewagt und mir doch die Rheinkultur angetan. Wie so ziemlich jedes Jahr, gab es auch dieses Mal nur eine Band, die mich wirklich interessierte- Get Well Soon. Sie haben die Warterei aber mehr als entschädigt. Die Liveshow eines Paares mitten in der Menge war dabei das amüsante Sahnehäubchen und veranlassten mich kurzzeitig zu der Überlegung mit doch einen Youtube- Account einzurichten- worauf ich aber bisher verzichtet habe. Obwohl wir schon um 10 gingen waren Busse und Bahnen natürlich wieder so überfüllt, dass zumindest ein Fußmarsch bis zum Hauptbahnhof anstand.Gegen vier Uhr habe ich dann endlich schlafen können, wenn auch nur für vier Stunden, denn am Sonntag musste ich bereits um halb 10 wieder auf dem Münsterplatz stehen. Besser: vor der Kamera stehen.
Laurent und Pascal die nun schon seit Jahren an ihrem Monster- Trash- Film „Brutaloras“ arbeiten, hatten mich eine Woche zuvor gebeten die Rolle eines russischen Soldaten (genauer: einer russischen Klonarmee) zu übernehmen. So verbrachte ich meinen Sonntag also damit bei gefühlten 50 Grad, mit Stahlhelm, dickem Sowjetmantel und Springerstiefeln auf dem Münsterplatz mit einer Kalaschnikow auf eine Greenscreen zu schießen. Zumindest haben jetzt wieder viele Chinesen zu erzählen wie bescheuert die Deutschen sind. Gegen drei Uhr waren wir fertig. Zeit für mich in mein 7- Stunden- Wochenende zu starten, indem ich mir die ersten drei Rambofilme angeschaut habe.
Am Montag hieß es um fünf Uhr in der früh aufstehen, mich um sechs in den Bus zu quälen, zwischen all die Menschen, die früh morgens noch frustrierter aussehen als ohnehin schon. So verliefen dann auch Dienstag und Mittwoch. Insgesamt 31 Stunden habe ich in den drei Tagen auf der Konferenz gearbeitet. Wobei man wirklich sagen muss, dass ich eines dabei gelernt habe: Rumsitzen kann verdammt ermüdend sein. Es gab wirklich nicht viel zu tun, war auch nicht anstrengend, die Leute waren nett. Die Vorträge habe ich mangels tiefer gehender Mathekenntnisse überhaupt nicht verstanden, aber nach zwei Mal 12 und ein Mal 6 Stunden ist man froh wenn es vorbei ist. Am Dienstagabend bin ich bereits um halb 10 eingeschlafen, trotzdem fiel das Aufstehen am Mittwoch so schwer, dass ich dachte, ich würde mich nicht einmal bis zum Bus auf den Beinen halten können. Diese Zeit ist einfach nichts für mich.
Nach Feierabend dann noch schnell das Referat für heute vorbereitet. Die letzte Tat in diesem Semester. Die Seminararbeit, die in knapp zwei Monaten abgegeben werden muss, werde ich mit links schreiben und die letzten Stunden bis zur vorlesungsfreien Zeit auf einer Arschbacke absitzen. Vier Wochenstunden im nächsten Semester trennen mich jetzt noch vom greifbar nahen Ende des Studiums. Das sind zwei Veranstaltungen in der Woche. Das ist weniger als ich jemals zu tun hatte. Das ist nur noch ein halber Schritt entfernt davon, dass wieder ein Lebensabschnitt beendet ist. Verdammt- ich sollte dringend wieder mehr saufen.
Und weil jetzt schon fast wieder Herbst wird noch ein bisschen Melancholie zum Mitnehmen:
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Marco findet die Alte toll und hat mir vor einiger Zeit mal vorgeschlagen, dass wir darüber schreiben könnten. Was ich jetzt tue- und was mir schwer fällt. Was soll man schon über jemanden schreiben, der so verdammt langweilig ist, dass es keine Worte mehr dafür gibt? Der Charakter ist mit Mascara aufgetragen, ansonsten wirkt sie wie ein in rosa Plüsch eingehüllter Dauerlutscher.
Diese gespielte Niedlichkeit, die aus jedem Blick, jeder Geste und der gesamten Prosodie hervorsticht kotzt mich an. Als könnte sie es in ihrem tiefsten Innern nicht verkraften älter auf Fünf geworden zu sein.
Nach dem dritten „Haaaaaaaalloooooooooo“ zu Beginn eines jeden Videos (was schon fast wieder so etwas wie ein Running- Gag ist) habe ich das Bedürfnis aus dem Fenster zu springen.
Ich werde an dieser Stelle noch ein paar Videos verlinken aber mehr Beachtung wird es nicht geben. Einen Platz in der Hall Of Fame für die dümmsten Menschen im Internet bekommt sie noch von mir. Damit ist die Sache für mich erledigt. 6.700 Abonnenten, kein Wunder, dass alles den Bach runter geht. Danke für die Aufmerksamkeit!
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Kennt ihr die Simpsons- Folge „Die sich im Dreck wälzen“ in der es sich Homer mit den Müllmännern von Springfield verscherzt, woraufhin diese seinen Müll nicht mehr abholen? Das endet in einem unglaublichen Chaos, in dem die ganze Stadt mit Müll und kurzerhand um ein paar Kilometer versetzt wird.
So, oder so ähnlich, scheint sich das die Uni Bonn jetzt auch gedacht zu haben und hat beschlossen den Müll im Innenhof nicht mehr weg zu schaffen. Statt an angewandte Verhaltensforschung glaube ich hier jedoch eher an (weitere) Sparmaßnahmen. Oder man versucht schlichtweg alle Studenten und Besucher zur Reinlichkeit zu erziehen.
Mal sehen, wie lange es dauert bis wir im Müll ersticken. Vielleicht bringe ich auch morgen einfach einen Besen mit. (Take this, Establishment!)

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Mal wieder was neues! In Anbetracht der ganzen Debatten um Internetsperren, Spieleverbote etc. brannte es mir unter den Nägeln noch einen Artikel zum Thema „Zensur in Deutschland“ zu verfassen. Während der Erste es noch auf die Startseite geschafft hat, habe ich den neuen in den geistigen Abfall verfrachtet. Augrund von Angst und Wut ist er nicht ganz so sachlich geblieben. Wer ihn dennoch lesen möchte, kann dies hier tun.
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Manchmal stehst du in dieser Welt und fühlst dich deinen Mitmenschen völlig fremd. Nicht, weil du sie nicht verstehst, sondern weil sie sich alle in Zeitlupe zu bewegen scheinen. Sie stehen im Weg herum, halten dich auf, ziehen dich runter.
Dann wieder sind sie dir zu schnell: alles um dich herum rennt, schreit, blitzt und wabert- in deinem Kopf wird es zu einem einzigen Brei aus Stimmen, Gemurmel und huschenden Schatten.
Du kannst dich nicht anpassen, kannst dich nicht mitreißen lassen, kannst kein Teil davon werden. Du bist das Fett, das oben schwimmt- die Zentrifugalkraft der Erde kann dich nicht einmischen.
Du bist daran gewöhnt alles zu bekommen, wann du es willst und wie du es willst. Ein Song, ein Video, eine Erinnerung. Du willst fressen und ficken und am besten beides gleichzeitig. Auch dafür wird es sicherlich eine Nische geben. Du bist es nicht mehr gewöhnt zu warten. Du bist das Zentrum der Welt- deiner Welt. Du bist dieses kleine etwas, um das sich alles dreht. Du bist der Mittelpunkt, der Scheitelpunkt, die Drehtür und die Angel. Prinzipiell könntest du dich ein Jahr zu Hause einschließen und würdest rein gar nichts verpassen. Ruhe von den Menschen, die selber alle Mittelpunkte sind und sich auch so verhalten. Menschen die es gewohnt sind, alles zu kriegen, wann sie es wann sie es wollen und wie sie es wollen. Die so schnell oder langsam sind, wie es ihnen gerade passt. Denn sie sind- jeder für sich genommen- die Punkte um die sich alles dreht. Und daraus entsteht der Sog, der uns nicht mit sich reißen kann, sondern uns stetig voneinander entfernt.
Am besten wäre es, wir würden am Montag alle zu Hause bleiben. Aber irgendwer muss ja das Geld ranschaffen.
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Als Kind der Neunziger hat man es manchmal nicht leicht. Von Fernsehmüttern behütet sind wir in einer Welt aufgewachsen, die mit rosa Zuckerguss überzogen war. Alles was wir aus dem Fernsehen kennen war so furchtbar simpel- und gut. Es war eine einfache Welt, die unsere Hirne in Watte gelegt hat. Da ist es kein Wunder, das man irgendwann durchdreht, wenn man in die Wirklichkeit zurück gespült wird. Sehe ich Roseanne, die Familie Tanner, die Cosbies, die Walshes und wie sie alle hießen vor mir ist es eigentlich kein großes Wunder, das ich so ein intolerantes Arschloch geworden bin. Und auch wenn sie aufgeschlossen und freundlich zu einfach jedem waren, haben sie mir ein abgeschlossenes System vermittelt, in dem es keine Menschen gab, die auf einer Wiese mit neonfarbigen Keulen jonglieren, in Ballonhosen Capoeira üben, oder in ihren Fairtrade- Säcken einfach zum Kotzen aussehen.
Meine Toleranzgrenze ist sehr niedrig, was das angeht.
Natürlich bin ich selber ein Nerd- als Kind der 90er kommt man nicht daran vorbei zu vernerden. Nicht, wenn man sämtliche Cartoons aufzählen kann die bei Tele5 liefen, wenn einen die Trennung von Brenda und Dylan mehr mitnimmt als die Scheidung der Eltern und wenn man manchmal immer noch aufwacht und sich fragt wo die alte He- Man Figur eigentlich abgeblieben ist. Und es mag auch sein, dass die Grenzen zum Freaksein fließend sind, aber wenn ich Freaks in der Öffentlichkeit sehe läuten bei mir sofort die Alarmglocken.
Ich glaube es ist ein ganz normaler Trieb des Menschen lästern zu wollen, so mache ich mir auch keine allzu großen Sorgen über mein Verhalten, denke nicht zu viel über das nach, was ich über sie sage, wenn ich sie im Hofgarten sehe. Lieber einen Feind mehr, als eine gute Pointe verpassen, heißt es ja so treffend. Um mehr geht es dabei nicht. Ich will keinen Zorn sähen, ich will keine Feinde: alles was ich will ist unter einer Kuppel zu wohnen, die aus Zuckerguss besteht- manchmal zumindest.
Und manchmal geht man nachts um zwei durch menschenleere Straßen und denkt daran zurück wie einfach damals alles schien. Heute habe ich manchmal das Gefühl, dass viele von uns es vergessen haben. Es einfach gegen das Erwachsensein eingetauscht haben. Viele von euch habe ich schon am Boden gesehen, viele von euch habe ich weinen gesehen- und jedes Mal wünschte ich, es wäre so einfach wie im Fernsehen. Ein kleiner Witz, ein Wort der Aufmunterung und am Ende der Folge liegen sich alle in den Armen.
Doch so einfach ist es leider nicht und mir ist auch klar, dass es nie wieder so leicht werden wird, wie in der Kindheit. Das einzige was man tun kann um sich einen Funken davon zu bewahren ist sich an die Nostalgie klammern, ein wenig verharren und es einfach gut sein lassen.
Denke ich an die frühen 90er zurück ist es jedes Mal, als würde ich in den Urlaub fahren. Ein Urlaub von mir selbst, von der Welt da draußen, von allem was schlecht ist. Ich bin wieder sechs Jahre alt und warte auf den Beginn dieser einen Serie. Ich höre mich meine Mutter rufen, die mir den Titel vorlesen muss, nachdem der Abspann vorbei ist, weil ich selber noch nicht schnell genug lesen kann.
Auch bei mir verblassen die Erinnerungen von Tag zu Tag, aber ich versuche sie frisch zu halten. Vielleicht ist das der Grund, warum ich heute alles sammele, das mich in einigen Jahren an das Hier und Jetzt erinnern könnte. Vermutlich kaufe ich daher auch diese alten Serien noch einmal. Und vielleicht wird das der Grund sein, warum ich auf ewig dieses intolerante Arschloch bin, das im Hofgarten sitzt und verächtlich über jeden lacht, der in seinen Stoffhosen auf einer Wiese Diabolo spielt.
Es scheint eine Menge Leute da draußen zu geben, an denen das Fernsehprogramm der frühen 90er anscheinend vorbei gezogen ist. Es gibt wohl noch mehr Leute, denen es schlichtweg egal ist. Es gibt wohl auch welche, die meinen ich sei ein schlechter Mensch, weil ich rede wie ich rede- weil ich bin wie ich bin. Und wenn es nach mir geht, sind das alles Arschlöcher.
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Gestern mal wieder bei Rhein in Flammen gewesen. Voll war es- das war zu erwarten. Und sonnig- das war anders angekündigt. Seit 2006 habe ich es gemieden dorthin zu gehen. Zu viele Menschen, zu viel Kirmes- Flair, zu schlechte Musik, zu viele Fahrgeschäfte. An 2006 habe ich wenige Erinnerungen, was unter anderem daran liegt, dass ich ziemlich betrunken war. Als einziges Highlight von damals bleibt wohl immer die Brötchen- Schlacht mit David und Marie in meinem Hinterkopf.
Dieses Jahr war es entspannter. Getrunken habe ich nichts nicht viel. Bewegt habe ich mich auch nicht. Wir saßen in der Sonne und haben gegrillt. Nachdem ich es aufgegeben habe dort zu versuchen etwas zu lesen war ich auch sofort entspannter. Der Tag war ein einziges Warten auf das Abschlussfeuerwerk. Als es um 23 Uhr endlich losging hätte ich auch kein Problem damit gehabt schon vor zwei Stunden nach Hause gefahren zu sein, als dann jedoch der Himmel auf leuchtete und Nebelschwaden über den Rheinauensee zogen fühlte ich mich, aufgrund des Vietnamfeelings, wie man es aus Apocalypse Now kennt, entschädigt. Natürlich war im Anschluss nicht daran zu denken die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen, so folgte ein entspannter Spaziergang, den Rhein endlang, in Richtung Innenstadt. Unterwegs Alkoholleichen- über zwei haben wir gelacht, mit einer haben wir uns unterhalten und eine andere wurde von der Feuerwehr im Rhein gesucht.
Eine Viertelstunde vor Eintreffen des Nachtbusses erreichten wir den Hauptbahnhof. Leider füllte es sich im Laufe dieser 15 Minuten bedenklich. Als der Bus endlich kam, versuchten wir uns hinein zu kämpfen, was sich jedoch als müßig erwies. Irgendwann gingen die Pöbeleien los. Einer rief: „Lass doch mal die Frau einsteigen!“ woraufhin der Angesprochene mit einem Schlag auf dessen Nase reagierte. Wäre Nummer eins wieder aus dem Bus herausgekommen, wäre es wohl noch ganz lustig geworden. Wir entschieden uns dann ein Taxi zu nehmen. Doch natürlich war keins zu kriegen. Also vom Hauptbahnhof zu Fuß weiter nach Endenich. Mit der Pause am Hauptbahnhof haben wir, glaube ich, knapp eineinhalb Stunden gebraucht, noch mal schnell bei der Tanke vorbei geschaut und dann ab ins Bett.- Genauso läuft es nämlich.
Was kann ich also rückblickend sagen? Ich hasse diese Großevents einfach. Vielleicht weniger, weil ich Menschen hasse, als vielmehr aus dem Grund, dass ich Menschen in Gruppen hasse. Hätte man das Feuerwerk auch vom Hofgarten aus gesehen, wäre es bestimmt lustiger gewesen.
Doch im Endeffekt ist das alles auch gänzlich egal. Man muss sich nur in sich selbst zurückziehen, sich auf etwas Bestimmtes konzentrieren, dann kann man alles Äußere ausblenden. In meinem Kopf lief gestern Abend Postrock, als sich der Funkenregen über uns verteilte.
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Gegen halb drei wollten wir gehen, eigentlich eine gute Zeit um aufzubrechen. Es hatte den ganzen Tag geregnet und war erst seit einigen Stunden wieder trocknen, die Luft hatte sich abgekühlt und am Himmel zeigten sich jetzt vereinzelt die Sterne.
Wenn das der Anfang für die einzige Anekdote ist, die ich aus dem letzten Monat zu berichten habe, merkt man, dass das Wetter allmählich besser wird. Ich liege viel im Hofgarten herum, bewegungslos und beobachte Menschen, rede Müll- es gibt eben Dinge die verändern sich wohl nicht. Es ist auch sonst nichts passiert. Man tut dies, man tut das und am Ende bleibt die Erkenntnis, dass man eigentlich gar nichts getan hat, nichts geschafft hat.
An besagtem Abend also war mal wieder Funk- Party. An die letzte habe ich keine guten Erinnerungen, also hatte ich mich dazu entschieden, mich zurückzuhalten was den Alkohol angeht. Nüchtern bleiben tut jedoch keiner Party gut, woraus auch der recht frühe Aufbruch resultierte. Als wir uns in der Dunkelheit zu orientieren versuchten erkannte ich schnell, dass es wohl etwas länger dauern würde bis ich nach Hause kommen würde. Die Bauarbeiten am Nachbarhaus waren scheinbar seit letztem Jahr abgeschlossen, Europaletten gab es keine mehr, doch in ähnlicher Position wie ich damals, lag jetzt Anne auf dem noch nassen Boden und kotze sich die Seele aus dem Leib. Kann ja mal passieren- doch leider war sie keinen Zentimeter zu bewegen. Eine gute halbe Stunde kämpften wir mit ihren schlaffen Gliedern, doch war nicht abzusehen, dass sie sich in naher Zukunft wieder bewegen würde- und das obwohl sie uns mehrfach versprach, dass es ihr in fünf Minuten besser gehen würde.
Wir besorgten eine Decke, damit sie nicht komplett unterkühlte und warteten. Ein Blick in die Zigarettenschachtel verriet mir, dass wir ziemlich lange warteten, bis wir auf die Lösung des Problems kamen. Noch mal drei bis vier Zigaretten später hatten wir einen Einkaufswagen organisiert, in den ich Anne legte, die Decke um ihre Schultern schlang und sie darin nach Hause schob. Für die Menschen die unseren Weg kreuzten muss es ein lustiges Bild abgegeben haben, zu sehen wie ich diesen Einkaufswagen schiebe in dem Anne liegt und heraus kotzt. Das seltsame ist, dass dieses Bild, zumindest so in der Art, das ist, was ich schon immer unter Rock ´n Roll verstanden habe- passt eigentlich gar nicht zu einer Funkparty.
Ich verspürte eine gewisse Erleichterung als ich den Wagen ums Haus herum durch das nasse Gras schob und auf der Terasse parkte. Jemand öffnete die Tür und es kostete mich einige Überwindung, bis ich Anne aus dem Wag hob und in ihr Bett legte. Danach war alles egal, also wischte ich ihr auch noch die Kotze aus dem Gesicht, stellte ihr einen Eimer neben das Bett und ging. Als ich nach Hause kam war es vier. Die Party wurde dadurch nicht besser, aber mein Leben um eine Anekdote reicher. Ich habe dann auch direkt geschlafen und eine Menge wirres Zeug geträumt.
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Morgen also noch mal die mündliche Prüfung, dann ist mit dieser elenden Lernerei erstmal Schluss. Mittlerweile kann ich mich kaum noch erinnern, wie es ist einfach gar nichts zu tun. Eigentlich ist es sogar ein ganz gutes Gefühl mal durchgängig was zu tun zu haben, wenn nicht irgendwann immer dieser Zeitdruck aufkommen würde. Die Angst zu versagen, sich zu blamieren oder sonst was. Froh bin ich allemal, wenn ich es morgen hinter mir habe, wenigstens drei Wochen frei- bis aufs Arbeiten. Ich hab mich glaube ich noch nie so sehr auf ein wenig Freizeit gefreut wie jetzt. Und so ziemlich zum ersten Mal kann ich auch wirklich behaupten, dass ich mir diese Freizeit redlich verdient habe. In den letzten Monaten habe ich sogar einen für mich seltsamen Ehrgeiz entwickelt. Ich lerne nicht mehr nur um durchzukommen, es geht darum was gutes dabei raus zu holen. Auch wenn es egal ist. Bei Latein war es ein gutes Gefühl, für das was man getan hat belohnt zu werden, ich hoffe diesmal geht es auch so. Im Moment habe ich das Gefühl nicht gut genug vorbereitet zu sein, die Zeit war knapp. Dennoch kann ich spekulieren, dass es doch gut läuft. Wenn ich kein Blackout habe, wenn ich mich nicht verfranse. Im Prinzip kann ich alles, lediglich die Fachtermini bringen mich hin und wieder noch in Straucheln. Ich muss einfach optimistisch da rein gehen, den Kopf frei machen und es einfach durchziehen. Das musste ich mir eben noch von der Seele schreiben, demnächst dann wirklich kein Lern- Content mehr hier (zumindest vorerst).
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Manchmal denke ich mir, dass Menschen abartige Dinge tun, und das ohne etwas Bestimmtes zu meinen.
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Vorgestern vor einem Jahr also der erste Eintrag auf dieser Adresse. Wenn das mal kein Grund zum Feiern ist.
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Wie angekündigt nun also meine letzte Stellungnahme zum Thema Latein, die ich einfach mal so stehen lassen möchte.
EINS KOMMA DREI!
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