Ein zweiter Platz, ein Sonnentag und ein versautes Solo

Schön wäre es ja schon gewesen. Aber es ist in Ordnung und bis die Spanier wieder mal einen Titel holen, werden auch 44 Jahre ins Land ziehen.

Ich habe das Spiel, wie üblich, im Nyx verfolgt und diesmal sogar den Ball erkennen können. Abgesehen von den unendlich langen Schlangen vor den Toiletten war es auch mal wieder sehr angenehm- die Stimmung angemessen. Einem sehr unglücklichen Fan zum Dank bin ich jetzt auch Besitzer einer übergroßen Deutschlandfahne. Als er sie nach Abpfiff enttäuscht zu Boden schmetterte sagte ich geistesgegenwärtig: „Hey, dann gib sie lieber mir!“ – und schon hatte ich sie.

Nach dem Spiel noch ein Bierchen am Suttner- Platz (oder, wie sie alle immer wollen, dass ich ihn nenne: am Bertha) getrunken und mich an den doch vorhandenen Autokorsos erfreut- auch wenn zu spüren war, dass nicht etwa die Freude, sondern vielmehr der Trotz Vater des Gedanken war.

Alles in Allem war es doch eine zufrieden stellende Europameisterschaft und wer hätte nach dem Kroatienspiel auch nur im Ansatz damit gerechnet, dass wir Portugal schlagen könnten.

Die Sonne hat heute trotzdem noch geschienen, weswegen ich mich direkt am frühen Mittag auf den Weg in den Hofgarten gemacht habe. Leider ist das im Augenblick nicht der schönste Ort, da die Aufbauten zum Universitätsfest dort auf vollen Touren laufen, aber man erwischt trotzdem noch irgendwo einen unangetasteten Platz. Nachdem ich dort also einige Stunden verbracht hatte und auch mein Seminar im Anschluss gut überstanden hatte, wollte ich eigentlich irgendeine Bar aufsuchen und dort binnen weniger Stunden ein paar Schachtel wegpaffen, um den morgigen Beginn des Rauchverbots in NRW zu feiern. Stattdessen bin ich dann doch nach Hause gegangen und habe soeben noch versucht einen Song aufzunehmen. Mehr als das Gerüst habe ich leider nicht hinbekommen. Das Solo wollte mal wieder nicht so passen, wie ich es mir vorgestellt habe. Vollkommen entnervt habe ich es jetzt aufgegeben, den halbfertigen Song in den Noch- zu- erledigen- Ordner, zu all den anderen, verfrachtet und mir fest vorgenommen, mich mit diesem Problem in den kommenden Tagen mal zu beschäftigen. Zur Entspannung, so neben der Planung der Seminararbeit, dem Lernen für die letzte Zwischenprüfung in der Linguistik und dem Umzug natürlich- primär natürlich auch erstmal der Wohnungssuche. Nette Leute haben mir schon ihre Sofas und Kellerräume zur Unterbringung meiner Möbel (und meines Körpers) angeboten, falls es wirklich hart auf hart kommen sollte. Aber noch will ich den Teufel nicht an die Wand malen. Irgendetwas werde ich schon finden. Und wenn das bedeuten sollte, dass ich mietpreistechnisch zwei, drei Monate über meine Verhältnisse leben müsste, so wird sich dafür auch schon irgendwie eine Lösung finden.

Mit diesem Worten, möchte ich mich auch vorerst in die Nacht verabschieden. Zeit zu schlafen.

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