Warten. Und besichtigen. Und wieder warten.

Ein Hin und Her ist das, kaum auszuhalten. Da hat man eine Wohnung, entspannt sich innerlich, dann hat man sie wieder nicht, und auf mal wird die Zeit wirklich knapp. Heute bin ich jedoch wenigstens nicht ohne einen Mietvertrag nach Hause gegangen. Soweit so gut. Allerdings muss ich mir das ganze jetzt noch mal gründlich durch den Kopf gehen lassen, bis ich dann morgen Mittag eine endgültige Entscheidung treffen kann.

Mir war heute danach Krawatte zu tragen, also habe ich das auch getan. Während ich also krawattiert vor dem Haus auf den Vermieter gewartet habe näherte sich mir ein älterer Herr, der mich auch sofort ansprach. „Entschuldigen`se. Sagen se…wohnen sie hier?“ Fast hätte ich geantwortet: „Nä, du?“ Habe ihm dann aber doch nur erklärt, dass ich gleich einen Termin für eine Besichtigung habe. Er teilte mir dann mit, dass er die Anzeige ebenfalls im Internet gesehen hatte und sich das Haus mal angucken wolle. Wir haben dann zusammen auf den Vermieter gewartet. Im Moment wohne er noch in Frankreich, hat er mir erzählt, bräuchte aber etwas Kurzfristiges für die Wintermonate, die er wieder in Deutschland verbringen wolle.

Vielmehr hat mich jedoch die ernorme Anzahl Haare beeindruckt, die ihm aus der Nase wuchsen. Haare in einer Vielzahl, Dicke und Länge wie ich es noch nie erlebt habe. Die Wohnung hat er sich dann noch mit angeguckt, hat sie mir jedoch überlassen- er hatte ja auch keinen Termin. So viel dazu.

Jetzt stehe ich wieder vor der brennenden Frage, ob ich einen zweiten Eintrag für heute erstellen soll, oder einfach einen sehr komplizierten Themenwechsel vollziehe. Ich glaube, schon indem ich dies jetzt schreibe ist die Entscheidung getroffen.

Eine kleine Abschweifung zur Bürokratie soll es erstmal werden. So bin ich heute unzählige Stufen empor gestiegen, habe noch mehr Zeit damit verbracht vor dem Büro des Kustos zu verharren, der sich aber leider nicht zeigte. Habe ihm jetzt einfach mal eine Mal geschrieben, Montag kann ich zu ihm kommen. Und das alles nur für eine (gut, genauso genommen sind es zehn) Unterschrift(en). Bevor es zum Dekan geht, als erst noch zum geschäftsführenden Direktor, der schickt einen jedoch weiter zum Kustos, nervig das ganze. Aber gut…dann isses ja bald erledigt.

Das was ich jetzt eigentlich noch schreiben wollte, eine kleine Abhandlung über das Warten und die Zeit, das innere und äußere Ich werde ich, glaube ich, lieber in einer Kurzgeschichte verpacken. Dahin krieg ich jetzt den Dreh überhaupt nicht mehr. Auch wenn eine Überleitung da wäre.

Also heute doch erstmal nur was für die „Nonsens“- Abteilung.

Einen schönen Abend wünsche ich

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