Montag- wie üblich.

Heute bin ich endlich mal wieder dazu gekommen ein wenig Gitarre zu spielen, einen Song aufzunehmen, im Rahmen meiner begrenzten Möglichkeiten, und es fiel mir zunehmend auf, dass ich dringend wieder in einer Band spielen möchte.
Die Semesterferien haben noch gar nicht richtig begonnen, irgendwie ist noch so viel zu erledigen- und ich befürchte, dass es im Laufe der nächsten Monate auch nicht abreißen wird. Das Wetter ist derweil herbstlich geworden, keine Sonne mehr, nur Regen und kühl ist es.
Aus der Perspektive war der Samstag noch eine echte Wohltat. Bei recht angenehmen Temperaturen saßen wir bei Ali auf dem Balkon und mussten feststellen, dass man dort immer auf das absolute Klischee einer Stundentenparty trifft. So hat man es sich immer vorgestellt. Jedes Zimmer steht offen, überall tummeln sich Leute, Musik dröhnt dumpf bis auf die Straße, in jedem Zimmer mindestens zwei Kästen Bier. Rückblickend waren wir uns einig, dass wir uns alle das Studieren viel mehr wie in einem Teeniefilm vorgestellt haben. Ein bisschen so ist es ja auch. Nur eben auch ein bisschen anders. Schon dort waren wir uns jedoch einig, dass es auch ein wenig langweilig war. Es wurde zunehmend kälter da draußen, drinnen entsprechend voller, es waren viel zu wenig bekannte Gesichter da und wir nicht annähernd betrunken genug um neue Freundschaften zu knüpfen. Also sind wir früh gegangen und mir ist mal wieder aufgefallen, dass Bonn auch genug versiffte Ecken zu bieten hat, die eine schöne Foto- Story mit dem Titel „Abschaum“ ergeben könnten. Vielleicht wäre das noch ein Projekt, das ich angehen könnte.
Mich hat es dann noch auf eine andere Party verschlagen. Noch vor ein paar Monaten hätte ich mich gar nicht mehr breit schlagen lassen, wäre froh gewesen wieder zu Hause zu sein, noch schnell etwas zu essen und dann zu schlafen, aber nicht an diesem Samstag. Nachdem Mr. Johnny D. und ich uns also noch eine Weile in einem fremden Hausflur aufgehalten haben, dort ein Bier tranken, eine rauchten, sind wir dann doch die Treppen hinauf gestiegen und auf der für mich zweiten seltsamen Party des Abends gelandet. Bis auf Roman kannten wir dort keine Sau, die Musik war mehr als dürftig, die Gäste alle jenseits der Schmerzgrenze. Wodurch man jedoch sofort wie ein alter Freund begrüßt und in ein Gespräch verwickelt wurde. Eigentlich hatten wir nicht vorgehabt länger als eine halbe Stunde zu bleiben, aber es wurde dann doch wieder vier Uhr bis ich im Bett lag, immer noch nichts gegessen hatte und nur die Dinge im Kopf hatte, die heute noch zu erledigen waren.
Das war vorerst die Zettel unterschreiben zu lassen, die mir und den restlichen Fachschaftlern die Befreiung von den Studiengebühren sichern sollen und diese dann im Dekanat abzugeben. Das jedoch ist gar nicht mal so leicht wie man denkt. Nachdem ich bereits letzte Woche mehrfach von einer Stelle zur anderen geschickt wurden bin, schickte man mich heute wieder zurück. Wenigstens gab es heute dann ein Einsehen und so bekam ich die Zettel noch unterzeichnet. Leider nicht mehr rechtzeitig, denn im Dekanat der Uni Bonn arbeitet ab 14.30 Uhr keiner mehr. Ich soll dann morgen noch mal wieder kommen.
Anschließend einen Kaffee trinken gewesen und vollkommen die Sprechstunde vergessen, zu der ich mich am Freitag noch angemeldet hatte. Jetzt ist der Zug bis Mitte September erstmal abgefahren. Danach schnell einkaufen gewesen und um halb sechs endlich wieder zu Hause eingetroffen.
Ich mag es, wenn Texte (oder Lieder, oder Filme) mit ihrem Anfang enden. So möchte ich noch einmal betonen, dass ich diesen heutigen, viel zu kalten, Regentag dann damit verbracht habe ein wenig auf der Gitarre zu klimpern, dabei die Wassertropfen am Fenster gezählt habe und jetzt ernsthaft überlege mir einen Tee zu machen. Um den Herbst einzuweihen. Aber sie sagen am Mittwoch soll es wieder besser werden.

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Ein Gedanke zu “Montag- wie üblich.

  1. tja, das war mal so eine studenten-party…schade, wir hätten uns eigentlich betrinken müssen, dann hätte das ganze sicher extrem viel spaß gemacht. ein andermal!

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