„My Undertaker…“ (Da der andere Titel für Verwirrung sorgte)

Kirmes ist doch scheiße. Wenn ich jedoch nur fünf Stunden geschlafen habe, 12 Stunden in der Uni verbracht habe und dann noch ein paar Bier intus habe, bin ich mir dann auch nicht mehr zu schade dafür.

So kam es, dass ich auf meiner Liste der Bonn- Erfahrungen jetzt auch Pützchens Markt streichen kann. Leider waren wir etwas zu spät, so dass wir nur noch die letzten Ausläufer des Abschlussfeuerwerks mitbekommen haben, glücklicherweise aber auch schon so spät, dass der Großteil der Leute sich wohl schon verabschiedet hatte. Auf diese Weise konnten wir uns wenigstens das Gedränge ersparen, konnten rücksichtslos selber einmal die Autoscooter- Proleten sein und um dem ganzen die Krone aufzusetzen haben wir dann auch noch die Geisterbahn mitgenommen.

So viel dazu, wirklich spannend ist das nicht. Das Gute an dieser Art Festivität sind die Betrunkenen, die anschließend mit einem im Bus fahren. Als wir auf die Abfahrt warteten stieg eine junge Frau ein (älter als 20 dürfte sie nicht gewesen sein) und verkündete erstmal, was für eine beschissene Luft doch im Bus sei. Das hatten wir auch schon festgestellt und ist bei einem stark überfüllten Bus nun auch nicht wirklich ein Wunder. Sie wollt darauf hin ein Fenster aufmachen und geriet mit einem Mann, ich schätze mal er war um die 50, in einen kleinen Zwist, woraufhin sie des Öfteren erwähnte, er solle sich doch mit seiner Mutter sexuell vergnügen. Sie selber war, nach eigenen Angaben, die so ziemlich jeder mitbekam, Bürokauffrau im zweiten Lehrjahr. Daraufhin äußerte sich wieder der ältere Herr. Ihn konnte man nicht so gut verstehen, aber da sie sich daraufhin ausgiebig über den Beruf des Bestatters ausließ, gehe ich davon aus, dass dies wohl seine Erwerbstätigkeit darstellte.

Es folgte ein zehnminütiger Monolog. Ich weiß jetzt, dass die Gute sich einäschern lassen will und dann in der Südsee verstreut werden möchte- ist klar.

Denn wie sie so schön sagte: „Bestatter, Alter! Wie kann man denn Bestatter sein? Der findet das wohl geil Tote zu beerdigen. Krank!“ – Dem möchte ich hinzufügen: Sick, Alda! In was für einer Welt leben wir eigentlich? Bestatter, also wirklich.

Damit aber nicht genug, auch im Vorderen des Busses fand eine ähnlich unterhaltsame Freakshow statt. Dort stand, bedingt durch die Fahrgastanzahl, ein fetter Mann genau vor der Einstiegstür, so dass der Busfahrer nicht nach rechts blicken konnte. So kam es, dass der stark überwichtige Herr immer den Verkehr im Auge behalten musste, was er auch gut machte.

„Is frei“, bestätigte er dem Fahrer auf der gesamten Fahrt. Und nach dessen Nachfrage: „Wirklich?“ nickte er und bestätigte seine Feststellung. „Joa…is frei.“

Nächstes Jahr also vielleicht wieder, Kirmes ist, momentan zumindest, von meiner Liste der Veranstaltungen die ich am meisten hasse, gestrichen.

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