Und weil Sonntag ist

Und weil ich schon lange nichts mehr geschrieben habe, wollen wir das alltägliche Geschäft mit etwas Melancholischem aufnehmen.

Und wieder ist ein Jahr vorbei, damit hat er sich längst abgefunden. Im Grunde hat sich auch nichts geändert. Er ist weder reifer geworden, noch weiser. Dennoch entschließt er sich, zum ersten Mal seit einem Jahrzehnt nun, den Tag zu begießen. Zumindest das ist ihm geglückt. Er schüttet Unmengen Flüssigkeit in sich hinein, über mehrere Tage hinweg, aus purem Trotz vielleicht. Wenn er sich jetzt die Bilder anschaut und seine ausdrucklosen Augen darauf erkennt, schießt ihm unweigerlich ein Satz in den Kopf: „Some dance to remember, some dance to forget.“ Doch an was will er sich erinnern und was will er vergessen? Ganz egal, was es ist, es macht Angst. Vielleicht war es auch nur der Alkohol und Menschen sehen auf Fotos meistens etwas seltsam aus.

Die Frage ist nun: Was kommt als nächstes?

Seit längerem schon hat er Lust sein Image zu ändern, mal wieder jemand anderes zu sein. Seit einem Vierteljahrhundert ist er jemand anderes. Jemand anderes, als alle Denken, jemand anderes als das, was er erfüllt. Gerne wäre er ein schweigsamer Eigenbrödler, verschlossen, mysteriös, aber das steht ihm nicht, das weiß er. Das wird ihm niemals jemand abkaufen, die Rolle ist nicht für ihn gemacht. Es macht auch zu viel Spaß die anderen Klischees zu erfüllen, zumindest hin und wieder mal den Erwartungen gerecht zu werden. „Dammit, I Changed Again“ und es kommt ihm vor, als könne man das Leben aller Menschen durch Songs beschreiben. Es gibt ein Lied für jeden von uns, zu irgendeiner Zeit, an irgendeinem Ort.

Manchmal liegt er da und fragt sich selbst ob er ein guter Mensch ist- im Innern. Und die Leute suchen nach Pornos und sie werden finden, was sie suchen. Es ist kein Problem und er hat keins damit darüber zu reden. Das einzige was er sich fragt ist, warum er nicht in der Lage ist auszusprechen, dass jemand ein ganz wunderbarer Mensch ist.

Dammit, I changed again…

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