Wort zum Sonntag II

Mein Leben ist in letzter Zeit recht langweilig. Klingt traurig, ist es aber gar nicht. Es passiert schon eine ganze Menge, nur eben nichts erwähnenswertes, nichts von dem ich hier erzählen möchte. Die Tage reihen sich einfach so aneinander ohne einen besonderen Eindruck zu hinterlassen. Ob das nun gut ist oder nicht, kann ich gar nicht beurteilen. Es passiert einfach.

Ich war ein paar Mal auf dem Weihnachtsmarkt- ich hasse Weihnachtsmärkte! Oder genauer: ich hasse Menschenmassen. Aber nach dem fünften Glühwein ist einem das auch egal, da ist der Kopf mit sanfter Watte umhüllt und was um einen herum passiert kümmert einen gar nicht mehr sonderlich.

Noch zehn Tage, dann ist schon wieder Weihnachten. Geschenke hab ich noch gar nicht gekauft, habe die letzten Wochen genutzt mich mal ein wenig um einen Job zu kümmern, etwas Geld zu verdienen, was auch geklappt hat.

Wenn ich daran denke, dass auch 2008 nun bald schon wieder vorbei ist, wird mir irgendwie komisch zumute. Früher verging die Zeit so langsam und heute rasen die Jahre einfach so an dir vorbei. Um den Jahreswechsel herum kann man beobachten, wie jeder an neuen Vorsätzen schmiedet, wie alle auf eine Veränderung warten- die nicht stattfinden wird.

Hin und wieder denke ich daran, dass es an der Zeit sei auch mein Leben zu verändern, etwas mehr Energie in die Fortschritt zu stecken, anstatt mich im hier und jetzt zu verlieren, aber ich bin mir nicht sicher, ob das das Richtige für mich ist. Nach einer kleinen Unterhaltung am gestrigen Abend habe ich einen Satz aufgeschrieben: „Entweder ich muss jemand sein, der ich nicht bin, oder ich gehe meinen Weg allein.“

Vielleicht kann das so etwas wie ein Leitfaden für mich werden, vielleicht ist das das Motiv nachdem wir alle Leben müssen. Muss man alleine sein, um man selbst sein zu können?

Vielleicht sollte man sich eine kleine Auszeit nehmen, ans Meer fahren- im Winter, alleine. Sich irgendwo eine Insel suchen, auf der man einen Moment ausharren kann um dann wieder zurück zu kehren. Eine Insel in sich selbst, tief verborgen. Von ihr kann man dann verändert wieder in sein altes Leben treten. Solange du immer Menschen um dich hast, immer die gleichen Gesichter, immer die gleichen Unterhaltungen führst, dich immer wieder gleich verhälst, wie sollst du dich dann ändern können?

Wenn man darüber nachdenkt kann man eigentlich nur zu einer einzige, traurigen Schlussfolgerung kommen: Rede nicht, öffne dich nicht und traue niemandem!

Irgendwann wird schon irgend etwas geschehen, dass du als gut bezeichnen würdest.

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Ein Gedanke zu “Wort zum Sonntag II

  1. Ja, momentan ist echt nichts los. Das Ende des Semester ist noch weit genug entfernt, als dass man sich um die Zeit danach kümmern könnte. Ich hänge gerade irgendwie total fest, nix, keinen Gedanken oder Idee mit der man die Sache etwas interessanter machen könnte oder die sich für meinen Blog eignen würde. Sehr blöd ist das durch diese Abnutzung, die sich gerade Leben nennt, alles außer Form gerät. Seine „Wahrhaftigkeit“ verliert, wie ich so gerne sage. Und dann macht man Dinge und sagt Dinge, die man eigentlich nicht machen oder sagen will. Das Negative herbeirufen nur damit etwas passiert ist wirklich eine blöde Idee. Es ist vor allem blöd, weil ich glaube, dass alles Gute in unserem Leben sich sehr egoistisch zu uns verhält. Wenn es nicht zumindest teilweise von uns ausgeht, geschieht es nicht. Soweit von mir.

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