Studieren in Bonn ist…

kacke! in den letzten zwei Jahren immer beschissener geworden.

140868522_81115ebd671Du kennst das ja sicher: Du bist auf der Autobahn unterwegs, du hattest Kaffee, oder eine Coke, oder einfach zu viel Wasser. Das nächste was kommt ist eine Raststätte, es ist aber dringend, als fährst du ran. Das erste was du dann tust ist Schlange stehen vor diesem silbernen Drehkreuz. 50 Cent einwerfen, sonst kommst du nicht rein. Keine Ausweichmöglichkeit, du musst bezahlen- es hilft alles nichts und du nimmst es in Kauf.
Nun stell dir vor du sitzt in einem Seminar, in der Institutsbibliothek deiner Uni, oder in einer Klausur. Du hattest vorher noch einen Kaffee und es ist dringend. Die natürliche Reaktion ist: du gehst pinkeln. Schön war das in Bonn noch nie. Der Gestank der Toiletten hing dir noch eine halbe Stunde später in der Nase, an die Kritzeleien an den Wänden hast du dich gewöhnt. Mittlerweile kannst du über all diese „Islam rules!“ Sprüche nur noch müde schmunzeln.
Das eine Sanierung der Toiletten in der Bonner Uni dringend Notwendig ist, darüber sind sich wohl alle einig. Unsere super Universitätsleitung kam dann auf die Glorreiche Idee für eben diese Sanierung (immerhin knapp 500.000 Euro) die Gelder zu verwenden die als Studiengebühren aus den Taschen der Studenten flossen. Gelder, die eigentlich für eine Verbesserung der Lehre sorgen sollen. Keine Frage, dass die Mehrheit der Studenten damit also nicht einverstanden ist. Nachdem der Senat also (wie damals auch zur Einführung der Studiengebühren) für die Nutzung der Gelder gestimmt hatte, musste nur noch das Studierendenparlament darüber abstimmen. Gott sei Dank gibt es an dieser Uni aber auch noch Menschen die ihr Gehirn einschalten- so wurde der Vorschlag der Unileitung abgelehnt.
Das jedoch kann die Bonner Unileitung, die ihre Studenten wegen Hausfriedensbruch und Körperverletzung anzeigt, wenn sie gegen Studiengebühren demonstrieren, nicht so einfach auf sich sitzen lassen. Es muss bewiesen werden, wer am längeren Hebel sitzt. Und auch, wenn das Geld für die Sanierung eigentlich da ist überlegt man sich, wie man die Studenten jetzt noch treffen kann.
Die Lösung ist ganz einfach: nicht einfach das Problem lösen, sondern richtig auf die Kacke hauen (im wahrsten Sinne des Wortes).
Wie einer aktuellen Pressemitteilung der Uni Bonn zu entnehmen ist, wird jetzt überlegt die Toiletten an einen externen Betreiber zu übergeben. Dieser würde dann für die Sanierung aufkommen. Soweit so gut. Das Problem hier nur: die Studenten müssten für ihr Geschäft zahlen.
Und jetzt stell dir vor: Du sitzt in einem Seminar oder einer Klausur oder in der Bibliothek um zu lernen, du hast etwas getrunken und musst mal. Der normale Weg wäre der zur Toilette, doch da steht ein Drehkreuz im Eingang, du musst erst einmal bezahlen bevor du pinkeln darfst. Eine andere Möglichkeit wäre die Uni zu verlassen um in eines der umliegenden Cafés zu gehen, aber du hast nicht genug Zeit um diesen Umweg zu wählen.
Die Unimitarbeiter trifft das natürlich nicht, die haben ihre eigenen Toiletten. Du zahlst über 650 Euro pro Semester, du selber merkst nichts von einer Verbesserung der Lehre und jetzt kannst du hier nichtmal mehr in Ruhe pinkeln.
Wer will noch in Bonn studieren? Anyone?

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8 Gedanken zu “Studieren in Bonn ist…

  1. Meine Lösung:
    leere Milchkartons (weil die ohne Dosenpfand sind) mitnehmen auf den Campus. Zum Pinkeln irgendwo in eine abgelegene Ecke stellen und Karton befüllen. Nach dem Pinkeln befüllten Karton in den nächsten Papierkorb und fertig.
    :D

  2. Pingback: Gsallbahdr

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