Archiv für den Monat März 2009

Letzter Lerntag

Morgen also noch mal die mündliche Prüfung, dann ist mit dieser elenden Lernerei erstmal Schluss. Mittlerweile kann ich mich kaum noch erinnern, wie es ist einfach gar nichts zu tun. Eigentlich ist es sogar ein ganz gutes Gefühl mal durchgängig was zu tun zu haben, wenn nicht irgendwann immer dieser Zeitdruck aufkommen würde. Die Angst zu versagen, sich zu blamieren oder sonst was. Froh bin ich allemal, wenn ich es morgen hinter mir habe, wenigstens drei Wochen frei- bis aufs Arbeiten. Ich hab mich glaube ich noch nie so sehr auf ein wenig Freizeit gefreut wie jetzt. Und so ziemlich zum ersten Mal kann ich auch wirklich behaupten, dass ich mir diese Freizeit redlich verdient habe. In den letzten Monaten habe ich sogar einen für mich seltsamen Ehrgeiz entwickelt. Ich lerne nicht mehr nur um durchzukommen, es geht darum was gutes dabei raus zu holen. Auch wenn es egal ist. Bei Latein war es ein gutes Gefühl, für das was man getan hat belohnt zu werden, ich hoffe diesmal geht es auch so. Im Moment habe ich das Gefühl nicht gut genug vorbereitet zu sein, die Zeit war knapp. Dennoch kann ich spekulieren, dass es doch gut läuft. Wenn ich kein Blackout habe, wenn ich mich nicht verfranse. Im Prinzip kann ich alles, lediglich die Fachtermini bringen mich hin und wieder noch in Straucheln. Ich muss einfach optimistisch da rein gehen, den Kopf frei machen und es einfach durchziehen. Das musste ich mir eben noch von der Seele schreiben, demnächst dann wirklich kein Lern- Content mehr hier (zumindest vorerst).

Ach was soll´s…

… jammer ich eben doch nochmal vorher!
Im Moment bin ich in einem Gefühl irgendwo zwischen Angst, Panik und Euphorie. Ich bin heute um 7.30 aufgewacht, nicht aus Panik, sondern weil ich gestern Abend erschreckend gut und erschreckend früh eingeschlafen bin. Habe mich eben noch satte zwei Stunden im Bett rumgelümmelt. Als ich eben meinen ersten Schluck Kaffee (in Anbetracht eines Tippfehler von vor ein paar Wochen möchte ich auch hier darauf hinweisen, dass der neue Ausdruck dafür ab jetzt Fakkee zu sein hat) getrunken habe überkam mich die Angst. Ich werde jetzt gleich in die Uni fahren, dort warten, mich wahnsinnig machen, in mich gehen, auf Konzentration hoffen und beten.
Euch allen, da draußen wünsche ich einen schönen Tag.

Domi non disco

Mittlerweile habe ich die Bibliothek zum Lernen wirklich schätzen gelernt, mal sehen, ob es was gebracht hat.

So schnell kann also die Zeit vergehen. Der Sonntag neigt sich dem Ende zu und morgen um 14.30 ist es soweit. Ich hoffe, dass wird der vorerst letzte Eintrag sein, den ich zum Thema Latein verfassen muss. Niemals vorher war ich mir so unsicher, was das Bestehen einer Klausur angeht, niemals stand so viel auf dem Spiel. Was ich jetzt schon sagen kann ist, dass ich mein Bestes getan habe. Wenn es jetzt nicht reicht, ist es schade und ärgerlich, aber leider nicht zu ändern, aber alles andere liegt in der Hand der Götter- in manu deorum, wenn mich jetzt nicht alles täuscht. Die Zeit zum Erlernen einer Sprache war durchaus knapp bemessen, aber noch schöpfe ich alle Hoffnung daraus, dass eine überaus faire Klausur gestellt wird.

Zur Feier des Tages habe ich mir, nach Abschluss der heutigen Lerneinheit in der ULB, im Nachrichtentreff das Tagesspezial genehmigt: Schmetterlingssteak mit Pilzen, Pellkartoffel, Quark und einem gemischten Salat. Als Henkersmahlzeit der bevorstehenden Klausur sozusagen.

Drückt mir morgen zwischen 14.30 und 16.30 die Daumen, wenn alles gut läuft kann das Gejammer hier auch wieder aufhören.

Und jetzt lehnt euch zurück, macht euch gegebenenfalls eine Zigarette an, dreht den Ton auf, gebt euch das Video und genießt den Sonntagabend!

März- die Erste

In letzter Zeit sagen mir die Leute immer wieder, es sei so melancholisch was ich schreibe. Abgesehen von der Tatsache, dass ich auch immer seltener schreibe, mag das sogar stimmen. Dies hat zum einen damit zu tun, dass momentan auch einfach alles melancholisch ist. Bis auf den Frühling, der sich in großen Schritten nähert. Man hört wieder Vögel in den Bäumen, die Luft ist milder, die Temperaturen größtenteils zweistellig. Heute wurde die letzte Woche meiner Lateinvorbereitung eingeleitet, der Endspurt. In sieben Tagen um diese Uhrzeit werde ich hoffentlich mit einem guten Gefühl den Hörsaal verlassen. So oder so werde ich dann mit dieser Sprache abgeschlossen haben. Entweder in tiefer Verzweiflung oder mit dem Gefühl, dass sich die ganzen Mühen des letzten Monats ausgezahlt haben. Momentan jedoch, habe ich noch immer ein ungutes Gefühl. Die Angst, dass man nicht immer für die Anstrengungen belohnt wird, die man unternimmt, dass vielleicht doch nicht immer alles irgendwie klappt. Dennoch versuche ich mich aufzumuntern, indem ich mir sage, dass die Welt doch gar nicht so schlecht ist, wie es manchmal scheint, dass alles seinen Sinn hat und das die Anstrengung ihre Belohnung findet. Wenn nicht, werde ich erstmal eine Weile resignieren, das steht schon mal fest. Mir Gedanken machen, in Erinnerungen die Zeit zurückdrehen- wie man es immer macht, wenn man weiß, dass man durch eigenes Versagen gescheitert ist, niemanden sonst dafür verantwortlich machen kann. Natürlich werde ich Nischen suchen in denen ich nach anderen Schuldigen suchen kann, das verlangt alleine das Ego von einem. Aber scheiß drauf, irgendwie wird es schon laufen, es muss!