März- die Erste

In letzter Zeit sagen mir die Leute immer wieder, es sei so melancholisch was ich schreibe. Abgesehen von der Tatsache, dass ich auch immer seltener schreibe, mag das sogar stimmen. Dies hat zum einen damit zu tun, dass momentan auch einfach alles melancholisch ist. Bis auf den Frühling, der sich in großen Schritten nähert. Man hört wieder Vögel in den Bäumen, die Luft ist milder, die Temperaturen größtenteils zweistellig. Heute wurde die letzte Woche meiner Lateinvorbereitung eingeleitet, der Endspurt. In sieben Tagen um diese Uhrzeit werde ich hoffentlich mit einem guten Gefühl den Hörsaal verlassen. So oder so werde ich dann mit dieser Sprache abgeschlossen haben. Entweder in tiefer Verzweiflung oder mit dem Gefühl, dass sich die ganzen Mühen des letzten Monats ausgezahlt haben. Momentan jedoch, habe ich noch immer ein ungutes Gefühl. Die Angst, dass man nicht immer für die Anstrengungen belohnt wird, die man unternimmt, dass vielleicht doch nicht immer alles irgendwie klappt. Dennoch versuche ich mich aufzumuntern, indem ich mir sage, dass die Welt doch gar nicht so schlecht ist, wie es manchmal scheint, dass alles seinen Sinn hat und das die Anstrengung ihre Belohnung findet. Wenn nicht, werde ich erstmal eine Weile resignieren, das steht schon mal fest. Mir Gedanken machen, in Erinnerungen die Zeit zurückdrehen- wie man es immer macht, wenn man weiß, dass man durch eigenes Versagen gescheitert ist, niemanden sonst dafür verantwortlich machen kann. Natürlich werde ich Nischen suchen in denen ich nach anderen Schuldigen suchen kann, das verlangt alleine das Ego von einem. Aber scheiß drauf, irgendwie wird es schon laufen, es muss!

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5 Gedanken zu “März- die Erste

  1. zum hundertsten mal: du schaffst latein.
    es ist überhaupt nicht wahr, dass man am besten ist, wenn es einem egal ist, man ist am besten, wenn man am besten ist.
    und deswegen wird man eigentlich immer für seine anstregungen belohnt.
    ich glaube ja immer noch, am ende kriegt man, was man verdient.
    und du ahnst nicht wie ungern ich das sage: du hast es verdient diese verfickte klausur zu bestehen!
    so, aufmunterung für heute mal wieder aufgebraucht. ;)
    das war irgendwie energetischer als die melancholie der letzten zeit.
    find ich gut!

  2. Ich drück dir auch dolle die Daumen! Ich hab es vor der Klausur nicht einmal geschafft, die Grenzen von Textmenge und Zeit beim Übersetzen einzuhalten, ich hab *Stunden* an zwei Zeilen gesessen und war total verzweifelt. Und was ist passiert? In der Klausur hab ichs durchblickt, durchgezogen, bestanden. Also packst DU das auch.
    Ich erkenns ja nur aus deinem Blog, aber du arbeitest schon so lange daran, das wird sicher hinhauen.
    Lg
    Moni

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