Rhine In Flames

3168_77119249204_748399204_1772559_215005_nGestern mal wieder bei Rhein in Flammen gewesen. Voll war es- das war zu erwarten. Und sonnig- das war anders angekündigt. Seit 2006 habe ich es gemieden dorthin zu gehen. Zu viele Menschen, zu viel Kirmes- Flair, zu schlechte Musik, zu viele Fahrgeschäfte. An 2006 habe ich wenige Erinnerungen, was unter anderem daran liegt, dass ich ziemlich betrunken war. Als einziges Highlight von damals bleibt wohl immer die Brötchen- Schlacht mit David und Marie in meinem Hinterkopf.

Dieses Jahr war es entspannter. Getrunken habe ich nichts nicht viel. Bewegt habe ich mich auch nicht. Wir saßen in der Sonne und haben gegrillt. Nachdem ich es aufgegeben habe dort zu versuchen etwas zu lesen war ich auch sofort entspannter. Der Tag war ein einziges Warten auf das Abschlussfeuerwerk. Als es um 23 Uhr endlich losging hätte ich auch kein Problem damit gehabt schon vor zwei Stunden nach Hause gefahren zu sein, als dann jedoch der Himmel  auf leuchtete und Nebelschwaden über den Rheinauensee zogen fühlte ich mich, aufgrund des Vietnamfeelings, wie man es aus Apocalypse Now kennt, entschädigt. Natürlich war im Anschluss nicht daran zu denken die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen, so folgte ein entspannter Spaziergang, den Rhein endlang, in Richtung Innenstadt. Unterwegs Alkoholleichen- über zwei haben wir gelacht, mit einer haben wir uns unterhalten und eine andere wurde von der Feuerwehr im Rhein gesucht.

Eine Viertelstunde vor Eintreffen des Nachtbusses erreichten wir den Hauptbahnhof. Leider füllte es sich im Laufe dieser 15 Minuten bedenklich. Als der Bus endlich kam, versuchten wir uns hinein zu kämpfen, was sich jedoch als müßig erwies. Irgendwann gingen die Pöbeleien los. Einer rief: „Lass doch mal die Frau einsteigen!“ woraufhin der Angesprochene mit einem Schlag auf dessen Nase reagierte. Wäre Nummer eins wieder aus dem Bus herausgekommen, wäre es wohl noch ganz lustig geworden. Wir entschieden uns dann ein Taxi zu nehmen. Doch natürlich war keins zu kriegen. Also vom Hauptbahnhof zu Fuß weiter nach Endenich. Mit der Pause am Hauptbahnhof haben wir, glaube ich, knapp eineinhalb Stunden gebraucht, noch mal schnell bei der Tanke vorbei geschaut und dann ab ins Bett.- Genauso läuft es nämlich.

Was kann ich also rückblickend sagen? Ich hasse diese Großevents einfach. Vielleicht weniger, weil ich Menschen hasse, als vielmehr aus dem Grund, dass ich Menschen in Gruppen hasse. Hätte man das Feuerwerk auch vom Hofgarten aus gesehen, wäre es bestimmt lustiger gewesen.

Doch im Endeffekt ist das alles auch gänzlich egal. Man muss sich nur in sich selbst zurückziehen, sich auf etwas Bestimmtes konzentrieren, dann kann man alles Äußere ausblenden. In meinem Kopf lief gestern Abend Postrock, als sich der Funkenregen über uns verteilte.

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4 Gedanken zu “Rhine In Flames

  1. du bist zurück auf deinem sonstigen niveau!
    gefällt mir gut.
    (obwohl ich hätte wetten können, dass ihr rotzbesoffen wart!!)

  2. doch!
    der beweis:
    „In meinem Kopf lief gestern Abend Postrock, als sich der Funkenregen über uns verteilte.“
    das ist klasse!

  3. „Unterwegs Alkoholleichen- über zwei haben wir gelacht, mit einer haben wir uns unterhalten und eine andere wurde von der Feuerwehr im Rhein gesucht.“

    Das is super! :D

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