Das war der Juli

Endlich habe ich mal wieder so was wie Ferien. Zugegeben, innerhalb des Semesters geht es bei mir immer recht gemütlich zu, dennoch ist immer irgendwas zu erledigen. Und auch die letzten beiden Semesterferien kann man eigentlich nicht als Spaß bezeichnen. Letztes Jahr war da der Umzug, eine Hausarbeit und dann das Tutorium, in diesem Jahr war es dann die Lateinprüfung. So komme ich auf knapp eine Woche, die ich in den letzten eineinhalb Jahren mal wirklich entspannt rumhängen konnte. Wie es das Schicksal nun aber wollte, komme ich in diesem Jahr endlich mal wieder dazu so richtig gediegen zu gammeln. Zwar muss ich innerhalb des nächsten Monats noch eine Seminararbeit schreiben, was mir aber, im Vergleich zu den letzten Semesterferien, doch eher leicht fällt. Danach gebe ich zwar erneut das Tutorium des letzten Jahres, aber dieser eine Monat reicht mir schon. Und wie das in den Semesterferien so ist, ist auch schon in der ersten Woche mein Schlafrhythmus komplett vor die Säue gegangen. Ich bleibe bis vier Uhr wach- und das ohne einen Grund dafür zu haben, schlafe bis Mittags. Aber das Allerbeste daran ist: es ist total egal! Endlich mal wieder über längere Zeit ohne Wecker aufstehen, ohne beim Einschlafen daran denken zu müssen, was noch getan werden kann. Eigentlich wollte ich ja umziehen, aber wenn alles so läuft, wie ich hoffe, werde ich mir das einfach mal sparen. Ich habe mich in dieser Woche dabei ertappt, dass ich im Hofgarten sitze und wieder die Leute beobachte. Das mache ich zwar auch im Semester, doch in der vorlesungsfreien Zeit, so ist mir aufgefallen, verhalten sich die Menschen dort anders. Vielleicht, weil es leerer dort ist, vielleicht weil sie alle entspannter sind, aber irgendwie wirken sie alle freier, ungezwungener. Ob da jetzt irgendwelche Amis komplett blank ziehen, wie neulich, ob Frauen sich dazu entscheiden einfach mal ihre Hosen zu wechseln. Bisher ist der Hofgarten in diesem Jahr auch größtenteils von den Jongleuren und Diavolo- Spielern verschont geblieben. Neulich habe ich Jungs dabei beobachtet, wie sie Fußball spielten. Das ist erstmal wirklich nichts Ungewöhnliches. Bis mir eine Sache auffiel. Sie alle liefen, schrieen, schwitzen. Nur einer nicht. Natürlich stand der Dicke im Tor. Ich musste darüber schmunzeln und saß da schon eine ganze Weile, bis ich bemerkte, dass ich mal wieder das ganze Gras vor mir ausgerupft hatte und vor einer kahlen Stelle saß. Ich weiß, dass ist alles nichts Besonderes, aber es ist schön. Es ist schön einfach mal nichts tun zu müssen und sich auf solche Dinge konzentrieren zu können. Meinetwegen kann sich die Seminararbeit jetzt so gut wie von selbst schreiben, damit es für einen Monat noch so weitergehen kann. Und dann entspannt ins Tutorium.

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