Archiv der Kategorie: Info

Diss ist Liebe

Vielleicht ist Liebe immer dann am schönsten, wenn sie zu Ende geht. Wie die Sonne kurz vorm Untergehen, wie ein Regenschauer, der einen sonnigen Tag beendet, wie dieser Einstieg, wenn ich verrate, dass ich eigentlich nur ein paar Takte über die Diss sagen will.

Die Diss und ich, das war in den letzten Jahren nämlich eine sehr holprige Beziehung. Meist war ich daran schuld, konnte ihr nicht ganz gerecht werden, hatte mehr versprochen, als ich Energie aufbringen konnte, war oftmals abgelenkt und nicht genug für sie da. Zugegeben, ich habe mich nicht immer von meiner besten Seite gezeigt. Dennoch ist sie stets bei mir geblieben und ich war ihr treu, habe versucht, mich gut um sie zu kümmern. Aber nur allzu oft haben wir einsam nebeneinander gelegen und hatten uns nichts zu erzählen, außer dem, was wir schon tausend Mal besprochen hatten. Es gab Gedanken (und Gelegenheiten), es einfach zu beenden. Doch wir hatten einander – irgendwie; und wenn es nur dazu diente, dass wir uns trennen.

Der Zeitpunkt rückt nun näher und bald ist es soweit Lebewohl zu sagen. Dieser Abschied unterscheidet sich insofern von so vielen anderen, als dass ich ihn diesmal wirklich will. Ich spüre, dass ich heiß bin, dass ich fokussiert bin, wie seit Jahren nicht mehr. Mit dem Ende im Blick fühle ich mich so voller Kraft, was das Schreiben angeht, dass ich diese Woche seit Tagen schon herbeisehne. Alles ist geplant und natürlich weiß ich, dass nichts laufen wird, wie ich es mir vorstelle. Und trotzdem wird es am Ende gut sein. Es ist die letzte innige Umarmung, die einem noch einmal zeigt, dass es das alles wert war. Irgendwann werden wir uns wieder sehen und das soll nicht im Zorn geschehen. Es wird nicht im Zorn geschehen. Weil wir einander immer in uns tragen werden. (Und ich sie auf dem Person, dem Klingelschild und auch der Bäcker wird mich in den ersten Wochen verdammt nochmal mit „Herr Doktor“ anzusprechen haben! Aber das ist eine andere Geschichte.)

Ab Donnerstag werde ich die Vorhänge zuziehen und ihr das Beste geben, was ich geben kann. So soll es enden, so habe ich es versprochen. Ich hoffe, ich werde sie nicht enttäuschen.

Und jetzt komm! Dich schreib ich sowas von fertig, du kleine Schlampe.

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La Scimmia scrive nello Zucchero

Gestern habe ich zwei Entschlüsse gefasst. Zum einen soll die Diss bis Ende September fertig werden, zum anderen will ich wieder mehr bloggen. Ich weiß nicht, welcher der beiden utopischer ist. Zumindest für die Diss habe ich einen Zeitplan und Notizen, für den Blog habe ich lediglich einen Zettel auf dem steht „mehr bloggen“. Mehr ist mir nicht eingefallen und sogar dafür musste ich mich anstrengen.

Nachdem ich hier gestern seit einer gefühlten Ewigkeit wieder etwas geschrieben habe, habe ich mich noch eine ganze Weile durch das Archiv geklickt, habe mir das gesamte Jahr 2009 durchgelesen und irgendwie hat es mich glücklich gemacht. An viele der Einträge konnte ich mich gar nicht mehr erinnern, an andere wiederum sehr genau; meist wenn mir einfiel, wie schlecht und überflüssig ich sie seinerzeit fand. Vieles von dem, was mir damals so nutzlos und inhaltsleer vorkam, hat gestern allerdings Gedanken und Gefühle aufleben lassen, die einen nostalgischen Wert für mich hatten, den ich so nicht erwartet habe.

Als ich diesem Blog irgendwann im letzten Jahr einen neuen Look verpasst habe, hatte ich vor, stilisierte Texte zu veröffentlichen – bloß nicht zu persönlich, bloß nicht zu sehr den Eindruck eines Tagebuchs erwecken. Mit Wortspielereien und Metaphern auf die Kacke hauen, am besten sogar in ästhetisch ansprechenden Texten. Geschrieben habe ich von da an natürlich kaum noch was.

Scheiß drauf, hab ich mir gestern gesagt, sogar mein Latein-Gejammer aus 2009 hat mich gut unterhalten. Never change a winning team, diesdas – Ich werde niemals aufhören, mich leer zu fühlen und es gibt immer noch genug, über das ich jammern kann. Warum das Schreiben sein lassen, nur weil ich Angst habe, dass irgendwer auf mich zukommt und sagt: „Ey, Limbo, was haste da jetzt wieder für einen Scheiß geschrieben?“ (und bevor jemand diesen Satz gleich als Kommentar bringen will: mach dir keine Mühe, ist einkalkuliert.)  Ich muss mich davon frei machen. Ich bin keiner, der hier den Poeten spielen will, ich bin erst recht keiner, der seine politischen Ideale in die Welt hinaus schreit. Und was ich dann erkennen musste, glaubst du mir nie: ich will das alles ja auch gar nicht sein. Manchmal habe ich eine Eingebung, meist jedoch ist alles ohne Konzept und verdammt noch mal: ich bin wie ich bin. Ich will nörgeln und mich dabei in pathetischer Melancholie wälzen, ich will Metaphern von Sternenhimmeln benutzen und die traurige Welt anklagen. Nicht, weil ich denke, dass daraus Kunst wird, sondern weil das Dinge sind, die ich mag.

Und wenn ich es beschissen finde, dann weiß ich, dass es mich in irgendeiner Sommernacht 2025 eventuell abholen wird. Hallo Zukunfts-Ich: fühl dich gedrückt, du kleiner Knuffel!

Und außerdem will ich aufn Arm.

Herr L.

Mir kam der Gedanke dieses Blog als Blog zu reaktiveren, keine Videos mehr. Zumindest nicht ausschließlich – und vor allem nicht nur alle paar Monate.

Zunächst habe ich den Einfall ebenso schnell verworfen, wie er gekommen war. Heute war er wieder da und eh ich mich versehe, habe ich ein Word-Dokument offen und tippe. Irgendwas, scheißegal.

Ich befürchte ja, dass ziemlich viel pathetischer Quatsch dabei herauskommen wird, aber auch das soll mir jetzt egal sein. Sollen die Texte ruhig triefen wie Frittenfett, mir ist gerade danach. Die letzten Tage sitze ich viel herum. Ich höre Musik, starre vor mich hin, manchmal nicke ich weg. Der Zustand stört mich nicht einmal. Es ist nicht langweilig und es kommt mir nicht dröge vor. Mich langweilen so viele andere Dinge: Internet, Fernsehen, weggehen, reden. Über allem liegt das Gefühl der Sinnlosigkeit, das ich eigentlich nur aus tristen Herbsttagen kenne. Es ist, als wenn sich eine Leere in mir breit macht, die mir die Freude nimmt, den Schwachsinn zu tun, den ich eigentlich sehr gerne tue. Dabei ist es noch nicht mal eine traurige Leere. Es ist mehr ein melancholisches Gefühl, das es sich gemütlich macht und mit dem ich sehr gerne alleine bin. Das Gefühl, dass irgendwo noch mehr wartet. Etwas von dem ich noch gar nichts weiß und dass ich noch nicht einmal denken kann, weil es noch keine Idee von etwas ist. Alles was ich tue oder nicht tue steht in seinem Schatten und während ich dasitze und nachdenke, versuche ich es zu ergründen, aber da ist keine Antwort. In den guten Momenten denke ich, dass ich mich vielleicht mal wieder verlieben will und mir das selbst nur noch nicht wirklich eingestehen möchte. In den schlechten frage ich mich, ob es sich eventuell so anfühlt, wenn man innerlich vor sich hin stirbt. Gelange ich an einen Punkt, an dem es mir schlichtweg egal ist, irgendwann noch irgendwas für irgendwen zu fühlen? Schlimmerweise bin ich mir noch nicht sicher, welche der beiden Varianten die attraktivere für mich ist. Mittlerweile bin ich in der Lage meine Gedanken umherziehen zu lassen und sie völlig emotionslos zu betrachten, so als wären es die Spinnereien eines anderen. Sie schweben wie Seifenblasen vor mir her und ich versuche sie mit Bildern zu füllen. Mit Bildern die nicht kommen, oder nur dann, wenn ich sie provoziere. Sie haben keinen Bestand. Und wenn ich diese Worte noch mal lese erscheinen sie mir ganz und gar wie die Spinnereien eines anderen.

Werbung in eigener Sache

Mein kleines Horrorfilmblog (thecursethehorrorthefear) habe ich mittlerweile wieder gelöscht, weil ich dem Aufwand, den ich dort gerne betrieben hätte, leider nicht gerecht werden konnte. Weiter geht es aber an anderer Stelle und zwar genau —>HIER<—. Der Blog ist als Dokumentation (und Ergänzung) meiner Arbeit an der Dissertation gedacht. Info over and out.

Infotime!

Obwohl ich nun doch erst drei Artikel vorbereitet habe wird es doch langsam Zeit (und ist mir auch ein Anliegen) meinen neuen Blog zu eröffnen. Mit einer kleinen Retrospektive über die Produktionen aus dem Hause Hammer soll es dort losgehen. Alles weitere wird sich entwickeln, aber ich habe mir eine kleine Liste von Filmen erstellt, die ich dort vorstellen/ analysieren möchte.

Bisher ist es noch ein grobes Gerüst und es ist davon auszugehen, dass die Seite noch einige kleinere Veränderungen durchlaufen wird, dennoch soll der Grundstein hiermit gelegt sein.

The Curse. The Horror. The Fear.

Apokalypse Nummer 3

Ich bin mir nicht sicher, ob mich gerade Inspiration und unglaubliche Kreativität gepackt haben oder mich ein Anfall von Wahnsinn getrieben hat, als ich soeben innerhalb von 2 Stunden eine Kurzgeschichte runtergeschrieben habe. Da ich momentan keine Lust habe, sie morgen mit einem gewissen Abstand zu betrachten und erst dann zu entscheiden, ob ich sie veröffentliche mache ich es einfach direkt. Momentan bin ich damit ganz zufrieden und sollte ich das morgen anders sehen, dann betrachte ich sie eben als „Affekthandlung“ oder als Ergebnis intuitiven Schreibens.

Schon seit langem wollte ich die Reihe der drei Apokalypsen mit einer Art innerer Apokalpyse abschließen und habe dies jetzt mal in Angriff genommen.

 

Lange Rede, kurzer Sinn: bitte sehr!

To the Devil a Weblog

Als ich frisch mit dem Studium fertig war (mittlerweile auch schon fast zwei Monate her) habe ich mir vorgenommen einen neuen Blog zu eröffnen. Ein Blog in dem es um Filme geht, vornehmlich klassische Horrorfilme. Ideen habe ich gesammelt, Notizen für Artikel gemacht – endlich mal strukturiert Bloggen, endlich mal wirklich daran arbeiten und nicht nur runterschreiben. Über Filme schreiben – mehr und mehr ist mir aufgegangen, dass es das ist, was ich gerne mache, gerne weiterhin machen möchte – zumindest vorerst. Wie die Chancen dafür stehen, dies (vorläufig) weiterhin tun zu können, wird sich hoffentlich in der kommenden Woche entscheiden.

Mit einer Hommage an die von mir so geliebten Hammer-Filme wollte ich den neuen Blog starten. Habe schon Titel ausgewählt (gute wie schlechte), mir Gedanken gemacht, den ersten Artikel geschrieben, wollte ein wenig vorbereiten, um (zumindest zu Beginn) auch regelmäßig veröffentlichen zu können. Und dann:  die übliche Schreibpause. Nicht einmal eine Blockade, auch keine Unlust, pure Faulheit. Dieser will ich zur Zeit entgegenwirken, indem ich zumindest hier wieder regelmäßiger schreibe.

Auch ärgert es mich, dass mir bisher kein besserer Titel für den neuen Blog eingefallen ist. Da ich aber hoffe, ihn nun bald doch endlich starten zu können, ist dieser Eintrag als ein klein wenig Eigenwerbung gedacht.

Und weil es irgendwie passt, hier der  wunderbare Score zu Fulcis Zombi 2 (a.k.a. Woodoo a.k.a. Zombie Flesh Eaters).

Welcome To The Garbage Dump

100_5499Kennt ihr die Simpsons- Folge „Die sich im Dreck wälzen“ in der es sich Homer mit den Müllmännern von Springfield verscherzt, woraufhin diese seinen Müll nicht mehr abholen? Das endet in einem unglaublichen Chaos, in dem die ganze Stadt mit Müll und kurzerhand um ein paar Kilometer versetzt wird.

So, oder so ähnlich, scheint sich das die Uni Bonn jetzt auch gedacht zu haben und hat beschlossen den Müll im Innenhof nicht mehr weg zu schaffen. Statt an angewandte Verhaltensforschung glaube ich hier jedoch  eher an (weitere) Sparmaßnahmen. Oder man versucht schlichtweg alle Studenten und Besucher zur Reinlichkeit zu erziehen.

Mal sehen, wie lange es dauert bis wir im Müll ersticken. Vielleicht bringe ich auch morgen einfach einen Besen mit. (Take this, Establishment!)

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It´s Infotime!

Mal wieder was neues! In Anbetracht der ganzen Debatten um Internetsperren, Spieleverbote etc. brannte es mir unter den Nägeln noch einen Artikel zum Thema „Zensur in Deutschland“ zu verfassen.  Während der Erste es noch auf die Startseite geschafft hat, habe ich den neuen in den geistigen Abfall verfrachtet. Augrund von Angst und Wut ist er nicht ganz so sachlich geblieben. Wer ihn dennoch lesen möchte, kann dies hier tun.

Wort zum Sonntag

Irgendwann habe ich mir vorgenommen nicht mehr aus Langeweile zu trinken, oder weil gerade ein geselliger Anlass bestand. Jetzt trinke ich nur noch um mich ordentlich abzuschießen. Was in letzter Zeit auch immer häufiger aus Langeweile geschieht, oder bei geselligen Anlässen. Geändert hat sich seitdem allerdings nicht viel.

Der schönste Tag in meinem Leben war immer noch der, als ich einsehen musste, dass Antidepressiva besser sind als Sex. Vielleicht war es auch der Schlimmste, weil ich nämlich erkannt habe, dass nichts mehr von Bedeutung ist. Das nichts, kein Gefühl, länger bleibt als fünf Minuten- so lange braucht man um sich an etwas zu gewöhnen. Den Rest der Zeit verschwendet man dann darauf, sich damit abzufinden, wie es ist.

Man kann ewig hinterher rennen oder auch gar nicht mehr darauf warten. Sicher, auch Alkohol oder Antidepressiva können dir den Schmerz nicht nehmen, aber sie können den Alltag angenehmer machen. Die Welt ist nun mal kein Ort um Glücklich zu sein. Wir haben die Wahl so vieles zu tun, dass wir gar nicht mehr wissen wohin mit unserer Freiheit. Die Welt hält so viel Freunde versteckt, dass die Suche nach dem eigenen Glück zu einer Suche nach der Nadel im Heuhaufen wird. Ich kann auf der Stelle raus gehen und 20 Frauen ficken, die meisten werden scheiße aussehen und bedeuten wird es mir nichts, aber darauf kommt es auch gar nicht an. Es geht darum einfach irgendwas zu tun, nicht zu Hause zu versumpfen- vor dem Fernseher, dem PC, der Playstation. Aber will ich das überhaupt? Da draußen gibt es angeblich so viel zu entdecken, wenn man die Augen offen hält. Aber wenn man das tut entdeckt man nur eine Reihe von Arschlöchern, mit langweiligen Leben, mit bescheuerten Interessen, die schwachsinniges Zeug reden. Das erinnert einen immer wieder daran, was für ein miserables Leben man selber führt. Was für ein Arschloch man ist, was für bescheuerte Hobbies man hat und wie viel Scheiße man den ganzen Tag über redet.

Ich glaube das war es im Grunde, was mir der Bibel- Heini damals erklären wollte. Aber ist er glücklich? Im Grunde ist er wie ein Alkoholiker, der sich an die Flasche klammert.

Wenn man sich das alles vor Augen führt hat man vielleicht eine Chance. Eine minimale zwar, aber sie ist da. Man sollte ohne Erwartungen jeden Tag aufs Neue in die Welt hinausgehen, die Augen weit offen, mit einem gewissen Maß an Sarkasmus und einer Portion Selbstironie, dann hat man eventuell eine Chance. Dann kann man auch mal darauf verzichten sinnlos irgendwelche Flüssigkeiten in sich hinein zu schütten, kann die Antidepressiva weg lassen und dem ganzen einen Sinn abringen. Alles nicht so ernst nehmen, auch mal auf die Kacke hauen, es einfach alles treiben lassen. Die ganze Welt noch mal resetten. Aber ein Neuanfang beginnt immer zuerst im Kopf. Man verändert sich selber immer nur entsprechend der Umstände und die meisten wollen gar keinen guten Menschen mehr sein.

Ich werde jetzt einfach mal damit beginnen. Irgendwer muss ja schließlich mal den Anfang machen.

Mal wieder Info

Vor einigen Wochen habe ich hier schon angekündigt, dass ich gerade daran sitze die Apokalypse #2 zu schreiben. Als quasi (Un-)Fortsetzung des Projekts der vorletzten Semesterferien.

Schon da habe ich gesagt, dass es diesmal wohl nicht so umfangreich werden wird. – Die Knapp 45 Seiten des ersten Teils haben vermutlich auch nicht all zu viele Leute angelockt das Ganze mal komplett zu lesen.

Diesmal sind es nur knapp 17 Seiten geworden, die ich nicht direkt, aber, nach nochmaligem Überlesen, wohl morgen, oder spätestens Übermorgen hier unter Kurzgeschichten veröffentlichen werde. Aufgrund des geringeren Umfangs habe ich mich auch dazu entschieden, dafür nicht auch, wie beim letzten Mal, ein separates Blog einzurichten.

Wenn es soweit ist, wird es aber auch nochmal eine Extra- Info geben.

Ich schreibe dies, weil ich darauf vorbereiten möchte, dass es Lesestoff gibt. Ich möchte darauf vorbereiten, weil ich möchte, dass es gelesen wird. Ich möchte, dass es gelesen wird, weil ich dafür gerne Feedback erhalten würde. Und ich möchte darauf hinweisen, das Vorkenntnisse nicht erforderlich sind.

In diesem Sinne wünsche ich eine geruhsame Nacht.